Lokalnachrichten aus München-Laim und Umgebung
Neue Pläne für Hertie-Häuser - Rettung in Sicht?
Falsche Hoffnung oder reale Rettungschance für die Münchner Warenhäuser? Günter Dechant, seines Zeichens Geschäftsführer der Hertie-Kaufhäuser Laim und Fürstenried, will die beiden Häuser in Eigenregie übernehmen. Dabei hofft Dechant auf die Unterstützung von Banken, Lieferanten und dem Freistaat Bayern."Derzeit laufen noch Verhandlungen mit den Banken über eine Anschubfinanzierung. Wir sind auch mit dem Freistaat bezüglich einer Landesförderung im Gespräch", sagte Dechant. Die Chancen, das Haus rentabel zu führen, seien gut, weil alle Münchner Häuser ohnehin schwarze Zahlen geschrieben hätten. Ob er auch das Hertie-Warenhaus in München-Laim übernehmen könne, hänge von weiteren Gesprächen mit Banken und Eigentümern ab.
Nach menschlichem Ermessen stehen auch die Chancen für andere der gut zehn Hertie-Filialen, die nicht der britischen Heuschrecke Dawnay Day gehören, gar nicht so schlecht. Insgesamt 74 Filialen der traditionsreichen Warenhauskette waren vor 4 Jahren unter dem Namen "Karstadt kompakt" vom heutigen Arcandor-Konzern an Dawnay Day verkauft worden.
Im letzten Sommer hatte Hertie dann Insolvenz angemeldet. Anfang dieses Jahres wurde das Verfahren eröffnet und 19 unrentable Häuser stellten den Geschäftsbetrieb ein. Die restlichen Filialen sollen bis zum Sommer geschlossen werden. Zehn der verbleibenden 54 Häuser gehören jedoch nicht mehr zu Dawnay Day, so auch die Hertie-Häuser in Laim und Fürstenried.
Eingetragen am 18.06.2009
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