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Schmidt prognostiziert Politik-Wandel
Google-Chef Eric Schmidt hat anlässlich einer Rede vor britischen Konservativen eine zunächst wenig überraschende Feststellung getroffen. Seiner Meinung nach haben die Politiker weltweit noch kein rechtes Verständnis dafür entwickelt, welche Veränderungen das Internet mit sich bringt.Dabei werden die Politiker laut Schmidt schon sehr bald die Erfahrung machen, was es bedeutet, wenn die Internet-Generation an die Wahlurnen tritt. Nach seiner Prognose wird es beispielsweise spätestens in 5 Jahren "Truth Predictor" Software im Internet geben, die den Wähler bei der Einschätzung von Politikern unterstützt.
Bei solchen "Vorhersagen" könnten beispielsweise alle bisherigen Aussagen und Verpflichtungen eines Politikers sowie sein politisches Handeln im Rahmen einer Online-Analyse in Betracht gezogen werden. Etwa, wenn dieser Politiker zu einem aktuellen Thema Stellung bezieht. Aufgrund der historischen Daten wäre es dann leichter möglich, die Wahrhaftigkeit der aktuellen Aussage beziehungsweise die Eintretenswahrscheinlichkeit der angekündigten Handlungen zu bewerten.
Solche und ähnliche Entwicklungen scheinen Schmidt unausweichlich. Doch gleichzeitig ist er sich sicher, dass die heutigen Politiker diese Entwicklung noch nicht begriffen haben. Die jetzige "TV Generation" der Politiker habe es gelernt, (sich) vor laufender Kamera "einzuschalten" und dort eine Rolle abzudrehen.
Dieser Generation sei es zwar auch bewusst, dass das Internet irgendwie wichtig ist. Doch es sei diesen Fernsehpolitikern noch nicht klar, welche konkreten Auswirkungen das für ihre Arbeit haben wird. Dabei müssten sie sich nur über eine Frage Gedanken machen: Wenn das Fernsehen für die heutige Erscheinungsform des Politikers verantwortlich ist, wie wird dann das Internet die kommende Generation Politiker gestalten?
Eingetragen am 05.10.2006
Quelle: intern.de
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