Lokalnachrichten aus München-Laim und Umgebung
Altes Handwerk in Laim
LAIM-online stellt sporadisch und in loser Reihenfolge alteingesessene Laimer Betriebe vor. Sei es altes Handwerk, besondere Dienstleistungen und Angebote oder die Firmengründung in der Mitte des letzten Jahrhunderts - wir schreiben darüber. Und wenn Sie meinen, dass Ihr Unternehmen hier genannt werden sollte, lassen Sie es uns wissen!Altes Handwerk ist selten geworden, nicht nur in unserem Stadtteil Laim. Der Schäffler war in früheren Jahrhunderten einer der bedeutendsten Handwerksberufe. Noch Mitte des vorigen Jahrhunderts hatte die Landesinnung Bayern des Böttcher- (Schäffler-) und Weinküferhandwerks 1800 Mitglieder - heute bedienen nur noch wenige Betriebe die viel geringer gewordene Nachfrage nach Holzgefäßen.
Einer der letzten dieser Handwerksbetriebe in der Region ist in Laim angesiedelt, die Faßfabrik und Faßgroßhandlung Wilhelm Schmid in der Straubinger Straße 34, die der jetzige Inhaber Böttchermeister Wilhelm Schmid bereits vom Großvater übernommen hat.
Dort werden nach wie vor und mittlerweile seit über 90 Jahren hochwertige Holzfässer- und Kübel für die verschiedensten Zwecke und Einsatzgebiete hergestellt, überwiegend aus Eichenholz. Und bei "Faß-Schmid" wird sehr großer Wert auf sorgfältigste Holzauswahl und Verarbeitung gelegt.
So werden nach traditioneller handwerklicher Kunst Bierfässer, Wein- bzw. Schnapsfässer sowie Einlegekübel für Sauerkraut bzw. Fleisch gefertigt. Zu den Kunden zählen u.a. die Paulaner- und die Augustiner-Brauerei. Geliefert wird in alle "biertrinkenden" Landstriche Europas, wobei Österreich und Belgien zu den größten Abnehmern gehören. Aber auch die Italiener sind mittlerweile auf den Geschmack gekommen und selbst Kunden in Japan wurden schon mit Fässern beliefert.

Ausserdem werden gebrauchte Fässer und Faßteile zu dekorativen Faßmöbeln wie Tische und Vitrinen verarbeitet, die jeder Schankstube zur Zierde gereichen. "Natürlich sind diese Einzelstücke nicht aussschließlich für die Gastronomie bestimmt und können auch von Privatleuten erworben werden" so der Inhaber der Faßfabrik.
Nahezu unzerbrechliche Bierkrüge und -becher aus Eichenholz in Faß- oder Humpenform in zahlreichen Varianten und mit vielen verschieden Motiven runden das Angebot des Traditionsbetriebes ab.
Darüber hinaus können in der Faßfabrik auch gebrauchte Fässer für Dekorationszwecke und für den Garten als Pflanzgefäße oder Wasserfässer preisgünstig erworben werden. Und natürlich werden beschädigte Fässer angenommen und fachmännisch repariert.
Der Vertieb von Polyäthylen- und Stahlfässern für industrielle Anwendungen ist ein weiteres Segment, in dem die Faßfabrik und Faßgroßhandlung Wilhelm Schmid seit Jahren etabliert ist.
Im Internet unter http://www.fass-schmid.de finden Sie ausführliche Informationen zur Produktpalette von "Faß-Schmid" und können sich in die vielfältigen Fertigungstechniken des Schäfflerhandwerks einlesen.
Eingetragen am 11.07.2011
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