Lokalnachrichten aus München-Laim und Umgebung
Protest gegen Staatsstraße 2063
Mehr als 500 Teilnehmer informierten sich am vergangenen Wochenende bei einem Aktionstag der Pasinger SPD über den geplanten Neubau der Staatsstraße 2063 im Pasinger Süden. Gegen den Straßeneubau engagieren sich auch Gräfelfinger Bewohner und Mitglieder der SPD-Fraktion im Gräfelfinger Gemeinderat. Die Gemeinde Gräfelfing plant, die Autobahnausfahrt um zirka einen Kilometer nach Osten zu verlegen und die neue Staatsstraße 2063 über das freie Feld nördlich der Autobahn A96 an die Planegger Straße heranzuführen.Beim Aktionstag präsentierten Stadtrat Christian Müller (SPD) und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bezirksausschuss Dr. Constanze Söllner-Schaar erstmals genaue Pläne, die den Umfang des Projekts deutlich machen. Durch die Verlegung der Autobahnausfahrt und die neue zum Teil mehrspurige Staatsstraße werden große Flächen versiegelt.
Der geplante Neubau ist Teil eines Straßenbauprojektes aus den achtziger Jahren, das die Würmtalgemeinden vom Durchgangsverkehr entlasten sollte. "Dafür haben wir Verständnis, aber durch die Straßenführung wird ohne Grund eine Frischluftschneise und ein beliebtes Naherholungsgebiet für Pasing, Gräfelfing und die Blumenau zerstört", stellte Stadtrat Christian Müller in seiner Einführung dar. Die Initiatoren der Aktion machten deutlich, dass der Neubau im Wesentlichen auf Gräfelfinger Grund verläuft, aber Pasing sehr wohl davon betroffen ist.
"Wir sind sehr enttäuscht, dass wir überhaupt nicht in die Planungen miteinbezogen worden sind", fasst Richard Roth (SPD) die momentane Stimmungslage zusammen. Der Experte aus dem Unterausschuss Planung und Verkehr im Pasinger Bezirksausschuss befürchtet, dass durch den Neubau wesentlich mehr Verkehr nach Pasing gelenkt wird. Dadurch würden alle Pläne, das Pasinger Zentrum zu beruhigen, auf den Kopf gestellt.
Auch die meisten Bewohner der Gräfelfinger Heitmeiersiedlung, die durch den Neubau dann von allen Seiten von Straßen umgeben sind, können den neuen Plänen wenig Positives abgewinnen. Es ist zu erwarten, dass damit eine Ausweitung des Gewerbegebietes auf die bisher unberührte Region nördlich der Autobahn vorbereitet werden soll.
Die Initiatoren fordern die Gemeinde Gräfelfing und die Bayerische Staatsregierung auf, alternative Straßenführungen durch das Gewerbegebiet oder entlang des Gräfelfinger Friedhofs zu prüfen, um den nördlichen Teil der Staatsstraße ganz überflüssig zu machen.
Besonders beeindruckte ein Plakat, das Kinder aus dem Kindergarten in der Bäckerstraße für die Aktion zusammengestellt hatten: "Wir wollen unseren Wald behalten!" Der Meinung waren auch die Teilnehmer des Aktionstages. Am Ende der Veranstaltung waren bereits 460 Unterschriften gegen die Staatsstraße zusammen.
Weitere Unterschriftenlisten können unter www.spd-pasing.de abgerufen werden, die gesammelt der Gemeinde Gräfelfing, der Stadt München und der Bayerischen Staatsregierung übergeben werden sollen.
Eingetragen am 16.10.2007
Quelle: SPD-Pasing
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