Lokalnachrichten aus München-Laim und Umgebung
OB-Kandidat Josef Schmid in Laim
Politprominenz sieht man gewöhnlich ja nur im Fernsehen, daher staunten die Laimer Passanten nicht schlecht, dass der CSU-Kandidat für den Posten des Münchner Oberbürgermeisters Josef Schmid auf der Fürstenrieder Straße spazieren ging. Ein OB-Kandidat zum Anfassen gewissermaßen.Am Infostand der CSU vor dem Hertie-Kaufhaus war das Interesse dann auch entsprechend groß und nicht wenige Laimer suchten das persönliche Gespräch - oder wollten einfach nur mal ein Foto machen.
Gemeinsam mit Stadtrat Max Straßer aus Laim, dem Pasinger Stadtrat Thomas Schmatz, Stadtrat Johann Stadler aus Hadern, Stadtratskandidatin Frau Dr. Renate Unterberg und vielen anderen engagierten CSUlern aus dem Münchner Westen ging's dann zu den Laimer Brennpunkten.
Und gleich der erste lag nur wenige Schritte gegenüber dem Infostand.
Stadtrat Max Straßer, der die Moderation übernommen hatte, verwies darauf, dass Laim mit seinen nahezu 50.000 Bewohnern zu den einwohnerstärksten Stadtteilen Münchens gehört, was Rot/Grün im Rathaus jedoch nicht daran gehindert hätte, die Laimer Bezirksverwaltung und Meldestelle in der Fürstenrieder Straße "weg zu rationalisieren".
OB-Kandidat Schmid verwies auf seine Herkunft und gab zu verstehen, dass er die Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann. "Ich komme nicht aus der Innenstadt, nicht aus Schwabing - ich bin gebürtig und aufgewachsen in Allach. Ich will starke Stadtteile und dazu gehört eine eigene Verwaltung!"
Straßer beklagte die Konzentration der Stadt München auf Prestigeprojekte wie Messe, Flughafen und Westumgehung - für die Bürger in den Stadtteilen hingegen werde zuwenig getan und wichtige Vorhaben werden Jahr um Jahr verzögert. Als Beispiel führte Straßer den geplanten Weiterbau der U5 nach Pasing an, einst von OB Ude versprochen aber immer wieder vertagt.
Nächste Etappe des Spaziergangs war das ehem. Kaufhaus Beck, seit 14 Jahren leer stehend und Schandfleck Nr. 1 im Stadtteil. Josef Schmid informierte sich über den Stand der Dinge der geplanten Baumaßnahmen und Genehmigungsverfahren. Auch viele Passanten wollten wissen "wie es denn nun weitergeht" - Straßer hatte schlechte Nachrichten: Die von vielen Seiten kritisierte Spielhalle kommt - definitiv. Zwar reduziert um 500 Quadratmeter, aber die entsprechenden baulichen Veränderungen sollen noch heuer vorgenommen werden. Der Laimer Stadtrat zeigte sich enttäuscht, dass Rot/Grün im Rathaus die entsprechenden Genehmigungen durchgewunken habe, obwohl durchaus noch Spielraum für eine verwaltungsgerichtliche Klärung vorhanden gewesen wäre. "Rot/Grün hat für die Spielhalle gestimmt" schimpft Straßer "und das trotz vieler Proteste, Unterschriftenaktionen und Demonstrationen von Bürgern und Elterninitiativen gegen die geplante Spielhalle".Einen weiteren Schildbürgerstreich konnte Josef Schmidt bei den neuen Agnes-Bernauer-Arkaden bewundern. Dort kämpfen die ansässigen Geschäftsinhaber gewissermaßen seit Eröffnung um Parkmöglichkeiten für ihre Kunden, von ursprünglich 42 avisierten Plätzen sollen nach den aktuellen Planungen lediglich 12 realisiert werden - um Platz für eine Grünanlage zu schaffen. Und über den Winter hat die Stadt München das für die Parkflächen vorgesehene Areal eingezäunt, so dass die Kunden der Arkaden ihre Fahrzeuge überhaupt nicht mehr abstellen können. "Das ist wirtschaftsfeindlich." so Stadtrat Max Straßer, "mit einer CSU-Mehrheit im BA wird es so was nicht geben."
Die Inhaberin der Lederecke, Roswitha Ebner übergab dem Laimer Stadtrat eine Unterschriftenliste von Inhabern und Kunden für Schrägparkplätze vor der Ladenzeile der Agnes-Bernauer-Arkaden.
Nur ein paar Schritte weiter der Laimer Anger, der zentrale Platz im Stadtteil für allerlei Feste, Aktivitäten und Aktionen. Josef Schmid informierte sich über die Laimer Stadtteilfeste, den Laimer Fischmarkt, die Maifeier - und über den Streit im Laimer Bezirksauschuss zum Thema "Laimer Maibaum", den viele Laimer mittlerweile nur noch kopfschüttelnd in den Medien zur Kenntnis nehmen.
Ebenso Brennpunkt in Laim die Sporthalle des ESV München-Laim in der Riegerhofstraße, die wohl in absehbarer Zeit der Abrissbirne zum Opfer fallen wird. Ständiges Streitthema im BA daher die gemeinsamen Pläne der privaten Lukasschule mit dem ESV im Rahmen einer "Public Private Partnership" zum Bau einer Dreifach-Turnhalle auf dem Gelände der Bezirkssportanlage München-Laim - die bis jetzt auf Eis liegen. Die berechtigte Frage von Vereinsmitgliedern vor Ort: "Wohin mit uns, wenn die seit Jahren abbruchreife Halle erst einmal weg ist?". Die Laimer CSU befürchtet ein weiteres Abwandern von Vereinen in das Umland, wo einfach bessere Bedingungen gegeben sind. Laim sei ohnehin nicht gerade gesegnet mit Vereinen und Sportvereine wie der ESV seien eminent wichtig für das soziale Gefüge im Stadtteil, so Straßer bei der Besichtigung des Vereinsheims.Am Laimer Joergplatz verwies Stadtrat Max Straßer auf den persönlichen Einsatz rühriger CSUler wie BA-Mitglied Gerhard Krämer, dessem Engagement zahlreiche Geldspenden zum Ankauf von Spielgerät zu verdanken sind, mehr noch: Nach jahrelangem Dornröschenschlaf gedenkt die Stadt nun, erhebliche Geldmittel in den Ausbau der Anlage zu stecken.
Diesen Erfolg schreibt sich die CSU-Laim zu und hofft, von den Laimer Bürgern bei den anstehenden Kommunal- und Stadtratswahlen mit entsprechend Wählerstimmen bedacht zu werden.
Die Ortsverbände der CSU im Münchner Westen sehen den Wechsel im Rathaus in greifbarer Nähe und auch die "Wende" bei den Mehrheitsverhältnissen im Laimer BA scheint nur noch eine Frage der Zeit.
Nach dem 2. März wissen die Laimer Bürger dann ganz genau, ob der neue Bürgermeister ein "Schwarzer" namens Josef Schmid ist.
Eingetragen am 19.01.2008
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