7449 Lokalnachrichten aus München-Laim und Umgebung
Blättern: << | < |3|4|5|6|7|8|9|10|11|12| > | >>
Bienen in Laim: Unser Stadtteil summt!
Der 20. Mai steht weltweit ganz im Zeichen der kleinen, aber unverzichtbaren Bestäuber: Es ist Weltbienentag. Während man bei Bienen vielleicht zuerst an weite Rapsfelder auf dem Land denkt, spielt sich ein faszinierender Teil ihres Lebens direkt vor unserer Haustür ab – mitten in der Großstadt, mitten in München, mitten in Laim.Warum der Weltbienentag mehr als nur ein „netter Tag für Honigbrote“ ist und was wir in unserem Viertel für die fliegenden Helden tun können, schauen wir uns heute einmal genauer an.
Warum ein eigener Tag für die Biene?
Der Weltbienentag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf das dramatische Bienensterben aufmerksam zu machen. Das Datum ist kein Zufall: Es ist der Geburtstag des slowenischen Imkers Anton Janša (1734–1773), der als Pionier der modernen Bienenhaltung gilt.
Bienen sind weit mehr als Honigproduzenten. Sie sind nicht mehr und nicht weniger als die „Architekten“ unserer Ernährungssicherheit. Rund ein Drittel unserer Lebensmittel ist direkt oder indirekt von der Bestäubungsleistung von Bienen und anderen Insekten abhängig. Ohne sie sähe unser Speiseplan – von Obst bis Gemüse – sehr trist aus.
Die Biene in der Großstadt: Ein unterschätzter Lebensraum
Viele Menschen wundern sich: „Bienen in der Stadt? Ist das nicht zu schmutzig oder zu laut?“ Überraschenderweise fühlen sich Bienen in urbanen Räumen wie München oft wohler als in der ausgeräumten, agrarisch intensiv genutzten Agrarlandschaft.
- Vielfalt statt Monokultur: Während auf dem Land oft nur eine Pflanzensorte dominiert, blühen in Laims Gärten, Parks und auf Balkonen die unterschiedlichsten Blumen.
- Wärmeinseln: Die Stadt ist wärmer als das Umland. Das kommt den wechselwarmen Insekten zugute, die dadurch früher im Jahr aktiv werden können.
- Weniger Chemie: In privaten Gärten und städtischen Grünanlagen werden deutlich weniger Pestizide eingesetzt als auf landwirtschaftlichen Flächen.
Man muss kein Imker sein, um Bienen zu unterstützen. Auch als Bewohner eines Stadtteils mit viel dichter Bebauung kann man zum „Bienenretter“ werden:
- Balkon-Blühoase: Pflanzen Sie heimische Wildblumen statt Züchtungen mit gefüllten Blüten (dort finden Bienen nämlich keinen Nektar). Lavendel, Salbei, Glockenblumen oder Natternkopf sind bei Bienen extrem beliebt.
- Wasserstellen: An heißen Tagen brauchen Bienen dringend Wasser. Ein flacher Untersetzer mit Steinen (als Landeplatz, damit sie nicht ertrinken) und etwas Wasser ist eine Oase für durstige Insekten.
- Totholz und Nistplätze: Wildbienen – die übrigens viel häufiger sind als Honigbienen – bauen ihre Nester oft in hohlen Pflanzenstängeln oder im Boden. Ein „Insektenhotel“ oder ein Stück liegen gelassenes Totholz im Garten ist ein echtes 5-Sterne-Hotel für sie.
- Mut zur Lücke: Der perfekte englische Rasen ist eine Wüste für Insekten. Ein kleiner Bereich, in dem es mal etwas wilder wuchert, bietet wertvolle Nahrung und Verstecke.
Unser Leser Werner Brandl hat uns ein Foto von seinem Bienenhotel am Balkon zukommen lassen, welches von Wildbienen schon "gut gebucht" ist, wie an den verschlossenen Röhren zu erkennen ist. Es gibt viele Arten von Wildbienen, das spezielle ist, dass sie keine Waben bauen und keinen Staat bilden, sondern solitär leben und z.B. geeignete Röhren bebrüten. Leider hat sich im letzten Jahr ein Buntspecht an den gefüllten Röhren bedient, in diesem Jahr will Werner Brandl mit Argusaugen darüber wachen, dass seine Hotelgäste in Ruhe gelassen werden.
In diesem Sinne: Lassen Sie es in Laim ordentlich summen!
Foto: Werner Brandl
Eingetragen am 19.05.2026
Zum Gedenken an Carl v. Ossietzky
Mit Nelken geschmückt hat die SPD Laim am 4. Mai, seinem Todestag, sein Straßenschild an der Einmündung zur Agnes-Bernauer-Straße.Als Journalist und Herausgeber der „Weltbühne“ hatte Carl v. Ossietzky öfter über illegale Zustände und die Fememorde in der Weimarer Republik berichtet, weswegen er mehrmals vor Gericht kam.
1931 wurde er wegen Geheimnisverrats verurteilt, weil er u.a. mit dem Artikel „Windiges aus der Luftfahrt“ auf die im Vertrag von Versailles verbotene Aufrüstung der Reichswehr mit schweren Waffen aufmerksam gemacht hatte. Doch jeder, der sich ein bisschen auskannte, wusste, dass dafür Piloten ausgebildet wurden. Kurz nach seiner Entlassung kamen die Nazis an die Macht und Ossietzky wurde in sog. „Schutzhaft“ genommen. Als prominenter politischer Häftling war er auch im KZ Esterwegen häufig Opfer nationalsozialistischer Willkür und Misshandlungen ausgesetzt.
1936 erhielt er, schwer erkrankt, in einer internationalen Hilfskampagne den Friedensnobelpreis, doch die Entgegennahme war ihm untersagt worden.
Weil in diesem Jahr die Olympischen Spiele anstanden und deshalb die ganze Welt auf Berlin schauen würde, kam er in ein Berliner Polizeikrankenhaus. Unter Bewachung starb er dort zwei Jahre später am 04. Mai 1938 mit 48 Jahren.
Seit 1991 trägt die Universität Oldenburg seinen Namen.
Foto/Text: Werner Brandl
Eingetragen am 15.05.2026
Führung im Stadtteil Laim und im Waldfriedhof am 18. Mai und am 9. Juni mit Norbert Winkler vom Historischen Archiv Laim
Wenn Sie sich für die Geschichte Münchens interessieren, haben wir ein paar interessante Termine für Sie. In regelmäßigen Abständen veranstaltet das Historische Archiv Laim in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Laim Stadtführungen - und das nicht nur in Laim oder dem Münchner Westen.Wenn möglich, unter 089-565187 anmelden:
Mo. 18.05.2026, 14.00 Uhr: Führung Waldfriedhof Alter Teil zu Gräbern bekannter Laimer Persönlichkeiten.
Treffpunkt Aussegnungshalle Alter Teil
Di.09.06.2026, 14.00 Uhr: Stadtteilführung Laim West
Treffpunkt: vor dem Laimers, Agricolaplatz
Eingetragen am 15.05.2026
Quelle: Historischer Verein Laim
Mona Fuchs und Verena Dietl als Bürgermeisterinnen gewählt
Die neue Münchner Stadtspitze ist komplett. In seiner konstituierenden Sitzung hat der Stadtrat Mona Fuchs (Die Grünen – Rosa Liste Stadtratsfraktion) zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt. Auf sie entfielen 48 von 58 gültigen Stimmen. Erneut ins Amt der Dritten Bürgermeisterin gewählt wurde außerdem Verena Dietl (SPD-Stadtratsfraktion). Sie erhielt 49 von 58 gültigen Stimmen.Oberbürgermeister Dominik Krause: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Mona Fuchs und Verena Dietl. Die Bürgermeisterinnen sind versierte Kommunalpolitikerinnen, die in verschiedenen Positionen bereits viel Fachwissen und Erfahrung im Politikbetrieb sammeln konnten. Mit beiden arbeite ich schon seit Jahren eng und vertrauensvoll zusammen. Es ist eine große Freude, diese Zusammenarbeit nun an der Stadtspitze fortzusetzen.“
Mona Fuchs lebt seit 2004 in München und hat zwei Kinder. Sie wurde 2020 erstmals in den Stadtrat gewählt. Seit 2022 ist sie Vorsitzende der Die Grünen – Rosa Liste Stadtratsfraktion.
Verena Dietl wurde bereits 2008 erstmals in den Stadtrat gewählt und fungierte von 2019 bis 2020 als Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat. Seit 2020 ist sie Dritte Bürgermeisterin der Stadt München.
Oberbürgermeister Dominik Krause, Mona Fuchs (re.) und Verena Dietl. (Foto: Michael Nagy/Presseamt)
Eingetragen am 15.05.2026
Quelle: Presse- und Informationsamt der Landeshauptstadt München
Festnahme eines Tatverdächtigen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes
Laim: Wie bereits berichtet wurde am Freitagabend, 01.05.2026, gegen 19:40 Uhr, der Polizeinotruf 110 darüber informiert, dass eine schwer verletzte Person in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Verletzungen deuteten auf ein Gewaltdelikt hin. Vor Ort konnte der Patient, ein 27-Jähriger mit togoischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München angetroffen werden, der im Krankenhaus einer Notoperation unterzogen wurde. Ein Wohnanwesen in Laim kristallisierte sich im weiteren Verlauf schließlich als Tatort heraus, an dem der 27-Jährige die schweren Verletzungen erlitt.Vor Ort übernahm die Mordkommission München die weiteren Ermittlungen.
Im Rahmen der intensiven und akribischen Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen einen 20-Jährigen mit österreichischer Staatsangehörigkeit, der in Österreich wohnhaft ist. Dieser konnte darauf am Donnerstag, 07.05.2026, in den Morgenstunden widerstandslos durch österreichische Einsatzkräfte vor seinem Wohnanwesen im Bundesland Tirol festgenommen werden.
Die Ermittlungen insbesondere über Tatmotiv und Tathintergrund dauern an.
Zeugenaufruf:
Wer hat am Freitagabend, 01.05.2026, zwischen 19.00 Uhr und 19:30 Uhr, im Bereich der Landsberger Str. 291 (Laim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Eingetragen am 08.05.2026
Quelle: Polizeipräsidium München
Festnahme eines Tatverdächtigen nach sexueller Belästigung
Am Donnerstag, 07.05.2026, gegen 19:30 Uhr, befuhr eine 28-jährige Serbin mit Wohnsitz in München mit einem E-Scooter die Fuß- und Radweg-Unterführung am S-Bahnhof Laim. In der Unterführung stieg sie vom E-Scooter, um an zwei vor ihr befindlichen Männern vorbeizuschieben. Dabei belästigte einer der Männer die 28-Jährige, indem er ihr ans Gesäß fasste.Nachdem die 28-Jährige einen unbeteiligten Passanten aufforderte, deswegen die Polizei zu verständigen, flüchteten die beiden Personen.
Bei den direkt eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen im Nahbereich konnte der Tatverdächtige, ein 44-jähriger Ukrainer mit Wohnsitz in München, angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Er wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall übernimmt das Kommissariat 15.
Eingetragen am 08.05.2026
Quelle: Polizeipräsidium München
U5-Baustelle Laim: An der Gotthardstraße ist fertig gedeckelt
Das Baureferat (Ingenieurbau) hat an der Gotthardstraße bei der Verlängerung der U-Bahn-Linie U5 nach Pasing ein wichtiges Etappenziel erreicht: Dort ist „fertig gedeckelt“. In den vergangenen Wochen erfolgte die Betonnage der letzten von insgesamt 88 Deckelabschnitte bis zur Willidbaldstraße im westlichen Bereich der rund einen Kilometer langen Strecke zwischen Laimer Platz und Willibaldstraße (Baulos 1). Westlich der Willibaldstraße werden die Deckel nach dem Rückbau der Zufahrtsrampe zum Tunnel fertiggestellt.Mit dem Abschluss aller Deckelbetonnagen kann das Baureferat nun oberirdisch den Straßenraum wiederherstellen. Die Fahrbahn wird wie im östlichen Bereich zwischen Willibaldstraße und Geyerspergerstraße wieder in Mittellage zurückverlegt, um viel Platz für Geh- und Radwege zu schaffen. An der Oberfläche sind nun die lärmintensiven Arbeiten für den Tunnelrohbau weitgehend abgeschlossen. Unterirdisch können die Arbeiten für den Aushub beginnen. Der Erdaushub für den Tunnel im westlichen Bereich der Gotthardstraße ist schon weit fortgeschritten, so dass dort bereits abschnittweise an der Tunnelsohle gebaut wird.
Die Arbeiten an der U5-Verlängerung schreiten nicht nur an der Gotthardstraße sichtbar voran. In Pasing und Am Knie laufen unter anderem die Bohrpfahlarbeiten für die U-Bahnhöfe. Erst wenn die Bahnhofsbauwerke im Rohbau fertig sind, kann die rund 80 Meter lange Tunnelbohrmaschine ihre Fahrt aufnehmen – vom Startschacht westlich der Willibaldstraße aus. Für die geplante Weiterverlängerung der U5 von Pasing nach Freiham laufen seit Mai 2024 die Rohbauarbeiten für den Endbahnhof Freiham-Zentrum. Dieser wird als Vorhaltemaßnahme errichtet, um größere Eingriffe in die spätere Bebauung und damit verlorenen Bauaufwand und höhere Baukosten zu vermeiden.
Alle Informationen rund um die U5-Verlängerung und den Münchner U-Bahn-Bau gibt es unter www.ubahnbau-muenchen.de. Interessierte können sich außerdem im U5 Infocenter in der Willibaldstraße 70 umfassend informieren; im frei zugänglichen „U5-Tunnel-Walk“ auf diversen Outdoor-Schautafeln sogar rund um die Uhr. Immer mittwochs (außer an Feier- tagen) von 15 bis 19 Uhr stehen im Infocenter außerdem Expert*innen aus dem U-Bahn-Bau für Fragen und Bürger*innen-Anliegen zum Projekt zur Verfügung.
Foto: Baureferat
Eingetragen am 08.05.2026
Quelle: Presse- und Informationsamt der Landeshauptstadt München
Seniorenkino im Neuen Rex
Die Seniorenvertretung Laim lädt am Freitag, dem 22. Mai 2026 ein zur Senioren-Film-Vorführung im Rex-Kino am Agricolaplatz. Einlass ist ab 12:30 Uhr, der Film beginnt 13:00 Uhr. Der Unkostenbeitrag beträgt 5,00 Euro.Gezeigt wird "Ausgsting", ein Dokumentarfilm über Wolfgang "Gangerl" Clemens, der bereits über 80 Jahre alt ist und seit Jahrzehnten als Aussteiger auf einer Segelyacht die Weltmeere bereist. Der Film bietet laut einen Einblick in das Leben absoluter Freiheit und ist für Dokumentarfilm-Liebhaber, die sich für ungewöhnliche Lebensentwürfe interessieren, einen Blick wert.
Drei Monate lang dokumentiert Filmemacher Julian Wittmann seinen Alltag auf See – zwischen Unabhängigkeit, praktischen Herausforderungen und den Belastungen des Lebens auf engem Raum. Der Film wirft einen sachlichen Blick auf ein Leben jenseits gesellschaftlicher Normen und reflektiert zugleich die Entstehung des Projekts aus Sicht des Filmteams.
Der Film glänzt neben der Beleuchtung der Person Clemens mit tollen Landschaftsaufnahmen. Große Fragen des Lebens treffen auf Schweigsamkeit und darauf muss man sich einlassen wollen.
Filmtheater Neues Rex
Agricolastraße 16
80687 München
Eingetragen am 06.05.2026
Quelle: Seniorenvertretung Laim
Zum 1. Mai: Gerda Bürger †, Ehrenmitglied im SPD Ortsverein Laim, erinnert sich
(Auszug ihrer Schilderung beim Gratulationsbesuch von Margit Meier und Werner Brandl zu ihrem 90. Geburtstag! Auf das angekündigte Gespräch hatte sich Gerda mit Bleistiftnotizen vorbereitet.)Mitschrift: Werner Brandl
„Geboren bin ich 1924 in der Pfalz, die damals noch zu Bayern gehörte. Meine Eltern waren einfache Arbeitersleute - also Sozialdemokraten. Mit diesem Hintergrund bin ich aufgewachsen.
Von meinem Vater weiß ich - dass er bei der Papierfabrik Engelmann in Neustadt an der Weinstraße beschäftigt war. 1926 hatte er sich mit seinen Kollegen zur Maifeier verabredet und ist deshalb nicht zur Arbeit gegangen.
Der 1. Mai war damals ein ganz normaler Arbeitstag, zum Feiertag ist erst durch die Arbeiter erkämpft worden. Zum ausgemachten Zeitpunkt war er aber als einziger von der Belegschaft vor Ort - Keiner von den anderen war gekommen! Weil er am 1. Mai nicht in der Arbeit war, ist er deshalb entlassen worden.
In sein Arbeitsbuch bekam er gestempelt: „Entlassen am 2. Mai“ Mit diesem Stempel hat er nirgendwo mehr Arbeit *) und damit auch keinen Lohn bekommen.
Da die Eltern einen Garten hatten, kam die Familie mit angebautem Gemüse, Obst und den Hühnern gerade knapp über die Runden.
An Samstagen und auch zwischendurch musste die Mutter zum Putzen gehen und hat damit das Geld für uns alle verdient!“
(Soweit ein Auszug aus der Schilderung von Gerda Bürger, unserem zwischenzeitlich verstorbenen Ehrenmitglied der SPD Laim
*) Das hatten die Fabrikherren untereinander damals so vereinbart. Aus dieser Vereinbarung sind später die Arbeitgeberverbände entstanden
Eingetragen am 05.05.2026
Quelle: SPD Laim
Bühne frei in Laim: Wenn der bayerische Kasperl die Landeshauptstadt erobert
Vergessen Sie alles, was Sie über dröges Puppentheater zu wissen glaubten. Wer meint, der Kasperl sei lediglich ein Zeitvertreib für die ganz Kleinen, der hat die Rechnung ohne das Chiemsee-Kasperltheater gemacht. Hier verschmelzen Tradition und moderne Spielfreude zu einem Erlebnis, welches Generationen verbindet. In den Vorstellungen wird nicht nur verhalten gekichert – hier wird lautstark gelacht, aus vollem Hals mitgefiebert und die Bühne so leidenschaftlich unterstützt, dass selbst die Erwachsenen in der letzten Reihe ihre Contenance (gerne) verlieren.Ein bayerisches Original mit UNESCO-Siegel
Was ist das Geheimnis hinter diesem Erfolg? Es ist die Mischung aus authentischem bayerischem Dialekt, messerscharfen, frechen Dialogen und Handlungen, die konsequent auf „Schema F“ verzichten. Kopf und Herz des Ganzen ist der Autor und Puppenspieler Stephan Mikat. Er hat es geschafft, die Kultfigur Kasperl behutsam in die heutige Zeit zu transportieren. Dabei bleibt der Kasperl zwar modern, verliert aber keineswegs seine legendäre „Watschn-Kompetenz“, wenn es darum geht, den Bösewichten spielerisch das Handwerk zu legen.
Dass dieses Konzept weit über die Grenzen des Chiemgaus hinaus geschätzt wird, beweist eine ganz besondere Ehre: Das Ensemble ist das einzige bayerische Kasperltheater, das im offiziellen bundesweiten UNESCO-Verzeichnis unter der Kategorie „Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“ gelistet ist. Ein Prädikat, das für Qualität und kulturelle Tiefe steht.
Die Termine in Laim: Zweimal Kasperl-Gaudi pur
Gleich drei Gelegenheiten bieten sich im Frühsommer, das Spektakel live in München zu erleben. Markieren Sie sich folgende Sonntage fett im Kalender:
17. Mai, 11:00 Uhr | INTERIM Bürgertreff Laim (Am Laimer Anger 2):
Den Auftakt macht das Abenteuer „Kasperl & das Räuberfangdings“. Ein Muss für alle Nachwuchs-Detektive.
14. Juni, 11:00 Uhr | INTERIM Bürgertreff Laim (Am Laimer Anger 2):
Zum Abschluss kehrt das Ensemble nach Laim zurück, um mit „Kasperl & der Blumenstrauß“ noch einmal für strahlende Gesichter zu sorgen.
Wichtige Informationen für Besucher
Damit der Ausflug für die ganze Familie entspannt bleibt, sind die Geschichten auf eine kindgerechte Dauer von etwa 45 Minuten angelegt. Eltern können zudem beruhigt sein: Alle Stücke sind vollkommen gewaltfrei konzipiert, sodass auch die jüngsten Zuschauer ab ca. 3 Jahren ihren Spaß haben.
Tickets & Preise:
Vorverkauf: 10 Euro (bequem online unter www.chiemsee-kasperl.de)
Tageskasse: 13 Euro pro Person (Einheitspreis ohne weitere Ermäßigungen)
Wer neugierig auf weitere Spieltermine im Münchner Umland ist, findet auf der Website eine vollständige Übersicht aller Gastspiele. Packen Sie die Familie ein und erleben Sie bayerisches Volkstheater in seiner charmantesten Form!
Übrigens: Wer die Termine in Laim nicht wahrnehmen kann, hat noch eine Chance in Waldperlach. Dort spielt das Chiemsee-Kasperltheater am 07. Juni, 11:00 Uhr im Wirtshaus Leiberheim, Waldperlach am Nixenweg 9. Dort wird dann „Kasperl & die rote Nase“ gegeben.
Foto: Chiemsee-Kasperltheater
Eingetragen am 05.05.2026
Ein Fest der Gemeinschaft auf dem Laimer Anger - Tradition und Herzblut trotzen den Baustellen
Wenn der 1. Mai auf den Laimer Anger gefeiert wird, dann verwandelt sich das Herz unseres Stadtviertels in einen Ort der Begegnung. Auch im Jahr 2026 luden die Laimer Maibaumfreunde wieder zum traditionellen Maifest ein – und trotz einiger besonderer Herausforderungen wurde es ein Tag, der den Zusammenhalt in Laim eindrucksvoll unter Beweis stellte.Ehrenamt als tragende Säule
Was die Besucher zwischen 11:00 und 18:00 Uhr als perfekt organisiertes Fest erlebten, ist das Ergebnis monatelanger Vorbereitung und unermüdlichen ehrenamtlichen Engagements. Die Mitglieder der Laimer Maibaumfreunde sowie die vielen freiwilligen Helfer leisteten bereits in den Tagen zuvor und am Festtag selbst Enormes. Ob beim kräftezehrenden Auf- und Abbau, der Koordination des Programms oder der Bewirtung der Gäste – ohne diesen unentgeltlichen Einsatz für die Brauchtumspflege wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung im Stadtviertel schlichtweg nicht möglich. Dieses bewundernswerte Engagement ist das Fundament, auf dem das gesellschaftliche Leben in Laim ruht.
Ein Fest ohne Maibaum – Die Vernunft siegte über die Tradition
Viele Gäste bemerkten es sofort: Die Vertikale fehlte in diesem Jahr. Dass kein Maibaum aufgestellt werden konnte, war eine schwere, aber unumgängliche Entscheidung der Vereinsführung. Laim befindet sich derzeit im Griff massiver Infrastrukturprojekte. Durch die Großbaustellen der Tram-Westtangente, die weitreichenden Arbeiten für den U-Bahn-Bau und zahlreicher weiterer Baustellen ist die verkehrliche Situation im Viertel extrem angespannt.
Ein Transport des langen Maibaums zum Laimer Anger wäre durch die engen Gassen und gesperrten Trassen faktisch unmöglich gewesen. Die Kosten für einen notwendigen Spezialtransport, der diese Hindernisse hätte umfahren müssen, wären astronomisch hoch gewesen und hätten das Budget des Vereins bei weitem gesprengt. Die Maibaumfreunde bewiesen jedoch, dass die Stimmung nicht an einem Baum hängt: Gefeiert wurde trotzdem – und zwar mit umso mehr Begeisterung. Dennoch betrachten die Maibaumfeunde die Situation mit einem weinenden Auge, denn der Maibaum lag (und liegt) bereits bereits an einem nicht näher zu nennenden Ort - bleibt zu hoffen, dass es im nächsten Jahr klappt.
Programm und Kulinarik: Ein bunter Strauß Laimer Lebensfreude
Nach dem traditionellen Gottesdienst in St. Ulrich startete ab 11:00 Uhr der gemütliche Biergartenbetrieb. Bei Steckerlfisch, Bratwürsten sowie Kaffee und Kuchen genossen die Laimer die zünftige Musik des Unterhaltungsduos „Die Münchner Spitzbuam“. Und auch das Bühnenprogramm spiegelte die kulturelle Vielfalt des Viertels wider, besonders hervorzuheben sind die "Riesengebirge-Volkstanzgruppe", die wieder traditionelle Tänze aus der ehemaligen Heimat zeigte und der Faschingsclub Laim e.V., der auch außerhalb der Saison schwungvolle Energie auf den Anger brachte.
Dank an Unterstützer und Ausblick
Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt dem Bezirksausschuss BA25 Laim sowie den zahlreichen Sponsoren aus der örtlichen Geschäftswelt. Ihre finanzielle Unterstützung und die Treue der Bürger machen es möglich, dass der „Maitanz am Laimer Anger“ trotz widriger Umstände ein fester Ankerpunkt im Kalender bleibt.
Die Laimer Maibaumfreunde haben gezeigt: Auch wenn Baustellen den Weg versperren und der Maibaum fehlt – das Herz von Laim schlägt im Takt der Gemeinschaft. Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr!
Eingetragen am 04.05.2026
Gewaltdelikt
Laim: Am Freitagabend, 01.05.2026, gegen 19:40 Uhr, wurde der Polizeinotruf 110 darüber informiert, dass eine schwer verletzte Person in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Verletzungen deuteten auf ein Gewaltdelikt hin. Sofort wurden mehrere Streifenbesatzungen zum Krankenhaus geschickt.Vor Ort konnte der Patient, ein 27-Jähriger mit togoischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München angetroffen werden, der im Krankenhaus einer Notoperation unterzogen wurde.
Parallel dazu wurde über den Polizeinotruf eine verdächtige Wahrnehmung in einem Wohnanwesen in Laim mitgeteilt. Daraufhin wurden Polizeistreifen zu besagter Örtlichkeit geschickt und umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt. Inzwischen konnte verifiziert werden, dass es sich bei der gemeldeten Örtlichkeit um den Tatort handelt, an dem der 27-Jährige lebensgefährlich verletzt wurde.
Vor Ort übernahm das Kommissariat 11 der Münchner Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen. Derzeit konzentrieren sich diese insbesondere auf den genauen Tatablauf sowie den Hintergrund des Geschehens.
Zeugenaufruf:
Wer hat am Freitagabend, 01.05.2026, zwischen 19.00 Uhr und 19:30 Uhr, im Bereich der Landsberger Str. 291 (Laim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Eingetragen am 04.05.2026
Quelle: Polizeipräsidium München
Fährtenlesen statt Floskeln: Torsten Grigull beim 116. Unternehmerstammtisch in Laim
„Zurück zur Natur“. Was in esoterischen Kreisen seit Jahrzehnten mehr oder weniger sinnvoll propagiert wird, war bislang im Business-Umfeld eher selten anzutreffen. Coaching von Entscheidern und Führungskräften sowie Team-Building-Maßnahmen fanden und finden vor allem in klinisch sauberen Konferenzräumen vor Beamer-Leinwänden und Pinboards statt. Torsten Grigull von der TeamCoachAkademie war unser Gast beim 116. Unternehmerstammtisch – und der verfolgt einen ganz anderen Ansatz, bei dem die Natur (wieder) eine zentrale Rolle spielt.Am 30. April versammelten sich wieder zahlreiche Unternehmer in der urigen Atmosphäre beim „Da Wirtshauser“, um einen Impulsvortrag zu erleben, der etwas außerhalb des gewohnten Rahmens des Business-Alltags war. Unter dem Titel „Führung heißt Fährtenlesen“ entführte uns Torsten Grigull in eine Welt, die uns eigentlich so nah ist und die wir doch oft im Neonlicht unserer Büros vergessen: Die Wildnis als den ehrlichsten Spiegel für unternehmerisches Handeln.
Die Wildnis als Lehrmeister
Torsten Grigull, selbst erfahrener IT-Unternehmer und leidenschaftlicher Jäger, machte schnell deutlich, warum der Wald ein besserer Ratgeber sein kann als jeder klimatisierte Meetingraum. Denn die Gattung Mensch ist nicht „außerhalb“ der Natur, wir sehen nicht in ein Terrarium – wir sind Teil der Natur, wir sind Natur. Die Rückbesinnung darauf ist integraler Bestandteil der Coachings von Torsten Grigull. In der Natur zählen keine politischen Spielchen oder hohlen „Corporate Speak“-Phrasen; dort zählen Präsenz, Instinkt und absolute Klarheit.
Drei Kernbotschaften für den Business-Alltag
Im Zentrum seines Vortrags standen drei Prinzipien, die bei den Teilnehmern für sichtbare Aha-Momente sorgten:
- Das Platzhirsch-Prinzip: Wahre Stärke hat nichts mit Ellenbogenmentalität zu tun. Grigull verdeutlichte, dass ein „Platzhirsch“ im natürlichen Sinne Verantwortung für sein Revier übernimmt und strategisch agiert, statt Energie in unnötigen Kleinkriegen zu verschwenden.
- Der natürliche Jagdinstinkt: Fokus, Geduld und Effizienz sind die Währungen des Waldes. Wer diese Instinkte wiederentdeckt, kann sie gezielt auf sein Unternehmen übertragen, um Chancen nicht nur zu sehen, sondern sie auch im richtigen Moment zu nutzen.
- Vom Gehetzten zum Souverän: Viele Unternehmer fühlen sich im Hamsterrad wie das gehetzte Wild. Grigull zeigte Wege auf, wie man durch die Verbindung zur Natur die eigene Souveränität zurückgewinnt und das tägliche „Ringen“ im Business meistert, ohne auszubrennen.
Der 116. Unternehmerstammtisch war mehr als nur ein Netzwerktreffen. Es war eine Einladung, die eigene Führungskultur zu hinterfragen und die „verschütteten Instinkte“ wieder zum Leben zu erwecken. In der anschließenden Diskussionsrunde bei bayerischer Gastlichkeit wurde deutlich: Der Wunsch nach mehr Authentizität und Erdung im Business ist groß.
Wer vorab schon einmal prüfen möchte, wie es um seine eigene Führungssouveränität bestellt ist, kann auf der Website der TeamCoachAkademie das „Platzhirsch-Quiz“ machen.
Wir bedanken uns bei Torsten Grigull für diesen inspirierenden Abend und freuen uns darauf, die eine oder andere „Fährte“ im eigenen Unternehmeralltag aufzunehmen. Darüber hinaus geht unser Dank an das Team vom „Da Wirtshauser“, die uns in ihrer Almhüttn wieder ganz hervorragend betreut und zuvorkommend versorgt haben – und dieses Mal passte die Umgebung ganz besonders gut zum Stammtischthema.
Der 117. Unternehmerstammtisch findet am 28. Mai statt. Markiert euch das Datum fett im Kalender! Die Einladungen mit allen Details landen wie gewohnt rechtzeitig in eurem Postfach.
Eingetragen am 04.05.2026
Quelle: Unternehmerstammtisch Laim
Verkehrsunfall zwischen Pkw und Motorrad - eine Person verletzt
Am Dienstag, 28.04.2026, gegen 18:50 Uhr, fuhr ein 21-Jähriger mit polnischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland mit einem Ford Kleintransporter auf der Gotthardstraße in Richtung Zschokkestraße. An der Kreuzung zur Friedenheimer Straße wollte er nach links in diese abbiegen.Zum selben Zeitpunkt fuhr ein 50-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München mit einem BMW Motorrad die Zschokkestraße in entgegengesetzter Fahrtrichtung. Er wollte an der Kreuzung zur Friedenheimer Straße geradeaus weiterfahren.
Im Kreuzungsbereich kam es zu einem Zusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen, wodurch der 50-Jährige zu Boden stürzte und verletzt wurde. Er wurde vom Rettungsdienst zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Das Motorrad wurde durch den Unfall stark beschädigt.
Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Unfallörtlichkeit für ca. eine Stunde teilweise gesperrt werden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Eingetragen am 29.04.2026
Quelle: Polizeipräsidium München
Fußgänger stürzt auf Rolltreppe und wird tödlich verletzt
Am Freitag, 24.04.2026, gegen 11:50 Uhr, befand sich ein 88-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München auf einer Rolltreppe am U-Bahnhof Laimer Platz. Er kam auf der Rolltreppe ohne Fremdeinwirkung zu Sturz und verletzte sich dabei schwer.Er wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, wo er am Sonntag, 26.04.2026 letztlich aufgrund seiner durch den Sturz erlittenen Verletzungen verstarb.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089 6216-3322, in Verbindung zu setzen.
Eingetragen am 27.04.2026
Quelle: Polizeipräsidium München
Blättern: << | < |3|4|5|6|7|8|9|10|11|12| > | >>










