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1. Münchner Club für Ausgleichs - und Gesundheitssport e.V.

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Herzlich willkommen bei LAIM-online.de

Mitten in LaimIn Loam bin i dahoam: Laim ist ein Stadtteil von München und LAIM-online ist Stadtteilinformation pur - schnell, einfach und für Menschen gemacht, die im Münchner Westen leben, arbeiten oder zu Gast sind.

Branchen-Verzeichnis Laimer Firmen, wichtige Laimer Adressen und Rufnummern, Kleinanzeigen, interessante Lokalnachrichten mit Schwerpunkt Stadtbezirk 25, Forum zu Themen, die für Laim und Umgebung von Interesse sind, Veranstaltungskalender mit allen wichtigen Events und Terminen in Laim und dem Münchner Westen.
Mit 2 Mausklicks zu der von Ihnen benötigten Information. Technisch auf dem neuesten Stand und zugänglich auch für unsere sehbehinderten Besucher.

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Auch Laimer Jugendzentrum und ASP von Corona-Sperre betroffen

Auch Laimer Jugendzentrum und ASP von Corona-Sperre betroffenDie große Figur beim Laimer Abenteuerspielplatz (ASP) an der Von-der Pfordten-Straße 59 in Laim trägt in diesen Tagen ganz aktuell, wie es sich gehört, einen Mundschutz. Allerdings ist sie bislang noch namenlos, ein treffender Name für die Figur wird noch gesucht. Vorschläge dafür sind erbeten. (Einfach Zettel in den Hausbriefkasten werfen.)

Die Bretterfigur, mit Mütze, langem Bart und Hammer gleicht Abbildungen von Zwergen, die im Bergwerk nach Gold, Silber und Edelsteinen schürfen. In dieser Ausführung ist sie zwar etwas groß geraten, aber im Zwergenformat wäre sie wohl nicht sichtbar gewesen.

Der dürre braune Stock in der rechten Hand mit dem grünen Austrieb oben erinnert an die Ballade vom Tannhauser („...sowenig das Stäblein grünet, solang Du nicht selig wirst...“). In dieser Darstellung mit dem oben grünenden Stecken ist er anscheinend doch selig geworden.

Das wünschen wir auch den Laimer Kindern und ihren Eltern, die sehnsüchtig auf die Aufhebung der Corona-Sperre beim Laimer Abenteuerspielplatz warten. Andere Spielplätze waren zwar auch gesperrt, die Vollsperrung ist aber wieder aufgehoben worden.

Text und Bild: W.Brandl

Stadtbibliothek Laim wieder geöffnet

Stadtbibliothek Laim wieder geöffnetSeit gestern ist es offiziell: fast alle Stadtteilbibliotheken sind - mit eingeschränktem Service - ab kommendem Dienstag, den 19. Mai wieder geöffnet, so auch unsere Laimer Bibliothek.

An allen geöffneten Standorten ist die Rückgabe, die Ausleihe und die Vorbestellung von Medien möglich. Ebenso zentrale Dienstleistungen wie Anmeldung, Verlängerung, Zahlung und eine eingeschränkte Beratung werden angeboten. Die Wiederaufnahme erweiterter Dienstleistungen geschieht stufenweise und entsprechend offizieller Vorgaben.

Die Leihfristen aller vor der Corona-Schließung ausgeliehenen Medien werden bis zum 13. Juni verlängert.

Über die genauen Öffnungszeiten aller Bibliotheken können Sie sich hier informieren.

Mund-Nasen-Bedeckung auch auf Münchner Märkten Pflicht

Mund-Nasen-Bedeckung auch auf Münchner Märkten PflichtUpdate: Neue Regelungen gibt es seit 29.4. somit etwa auch für Wochen- und Bauernmärkte: Nach erneuter Abstimmung der Markthallen München gilt nach Auffassung des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren für Sport und Integration (StMI) und des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) aktuell folgende Rechtslage: "Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) bei Verkaufsständen im Freien, also auf Wochen- und Bauernmärkten, vor Marktständen oder auf Marktflächen ist nicht gegeben.

Ab sofort ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung neben Geschäften und dem öffentlichen Personennahverkehr auch auf allen Münchner Märkten Pflicht. Sollte keine Mund-Nasen-Bedeckung zur Verfügung stehen, kann ein Tuch oder ein Schal vor Mund und Nase gebunden werden. Dies betrifft alle Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer ab sechs Jahren, also Händler, Verkäufer, Kunden und Besucher des Marktes.

Dieses Vorgehen wurde mit den zuständigen Sicherheitsbehörden abgestimmt und ergibt sich aus der Zweiten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (2. BayIfSMV) vom 16. April 2020, der Verordnung zur Änderung der Zweiten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 21. April 2020 sowie dem FAQ-Katalog.

Darüber hinaus gelten folgende Regelungen:
- Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen
- Kein Anfassen von Waren und Personen
- Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln

Kommunalreferentin Kristina Frank, 1. Werkleiterin der Münchner Markthallen: "Die Maskenpflicht gilt in München auf den vier festen Lebensmittelmärkten sowie den Wochen- und Bauernmärkten. Alle sollen eine Alltagsmaske tragen, egal ob im Supermarkt, beim Einkauf im Freien oder am Standl. Durch das Tragen verlangsamen wir die Ausbreitung des Coronavirus und schützen andere vor Infektionen. Bringen Sie bitte Ihre eigene, regelmäßig gereinigte Maske mit und decken Sie sich mit unseren frischen Lebensmitteln ein."

Foto: Daria Shevtsova

Bomben auf Laim

Bomben auf LaimIn diesen Tagen jährt sich zum 75. Mal das Ende des Krieges. In den knapp 6 Kriegsjahren war München mehrmals schweren alliierten Fliegerangriffen ausgesetzt, von denen der Münchner Westen und auch Laim nicht verschont geblieben sind. Obwohl Laim damals noch große Freiflächen hatte und im Vergleich zu anderen Stadtteilen recht dünn besiedelt war, gab es dennoch schwere Brände und enorme Verwüstungen. Und nicht wenige Laimer mussten die teilweise massiven Bombenangriffe mit dem Leben bezahlen.

Im Verlauf des 2. Weltkrieges ist das Stadtgebiet Münchens insgesamt 74 mal von alliierten Bomberverbänden angeflogen worden. Im August 1942 erfolgte der erste Luftangriff auf München - der schwerste Bombenangriff mit der größten Zerstörung und den meisten Opfern wird von historischen Quellen mit Ende April 1944 angegeben. Aber noch bis in den April 1945 war München das Ziel englischer und amerikanischer Geschwader. So verwundert es nicht, dass in den letzten Jahren bei Bauarbeiten immer wieder Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt worden sind - auch in Laim.

Vermutlich hatten es die Piloten weniger auf den verschlafenen Stadtteil im Münchner Westen abgesehen. Ihr Ziel waren meist die Eisenbahnanlagen entlang der Landsberger Straße und die dort angesiedelten Industrie- und Umschlagplätze. Und wie viele Veteranen von RAF und USAF in ihren Erinnerungen berichteten, wurde heruntergekippt, was man an Bord hatte - und so hat auch Laim "seinen Teil abbekommen".

Bereits am 20. September 1942 war München einem schweren Fliegerangriff ausgesetzt. Die Laimer hockten in Ihren Kellern und wurden im großen und ganzen verschont. Allerdings sind alleine am Schrobenhausener Platz (heute Kirche zu den hl. 12 Aposteln) rund 300 Brandbomben niedergegangen, die sich jedoch auf einer Wiese verteilt hatten und rasch gelöscht werden konnten. Etwas weiter drüben im Westend hatte man nicht so viel Glück, dort standen rings um die Kirche Maria Heimsuchung Häuser und kleine Gewerbebetriebe in Flammen. Damals gelang es nur mit Mühe, die Kirche zu retten.

Bomben auf LaimKurz vor Weihnachten 1942 gab es einen weiteren Luftangriff, der schwere Verwüstungen im Münchner Westen angerichtet hat. Wahrscheinlich lag es am dichten Nebel, der in dieser Nacht über der Stadt lag, dass die Bomben breit gestreut von Solln bis zur Innenstadt niedergingen. So wurde der Waldfriedhof ebenso schwer getroffen, wie das Straßenbahndepot in der Westendstraße. Dort schlugen Sprengbomben ein, die auch Häuser in der Nachbarschaft zerstörten - Trümmer flogen hunderte Meter weit, das Depot brannte bis in die Morgenstunden.

Im Frühjahr 1943 wurde Laim erneut das Ziel alliierter Bomberverbände. In der Nacht vom 9. zum 10. März wurden zahlreiche Einfamilienhäuser in Friedenheim und rund um die Elsenheimer Straße durch Bombenexplosionen und nachfolgende Brände zerstört. Die Flammen konnten von den Anwohnern noch in der Nacht gelöscht werden. Allerdings wurden auch kleine Gewerbebetriebe und ein Holzlagerplatz von Brandbomben getroffen - die Holzstapel und angrenzende Gebäude standen stundenlang in Flammen und brannten vollständig nieder. Im Haus Elsenheimerstraße 31 war seinerzeit eine kleine Fabrik ansässig, die Staniolpapier herstellte - auch dieses Gebäude wurde von einer Sprengbombe getroffen und brannte aus.

Ab Ende 1943 heulten die Alarmsirenen immer öfter und die Flakscheinwerfer bohrten sich in den Münchner Nachthimmel. Mehrmals wurde die Bahnlinie an der Landsberger Straße bombardiert, der Stadtteil Laim kam jedoch vergleichsweise glimpflich davon. Bis zur schweren Bombennacht am 25. April 1944, in der größere Bomberverbände ihre tödliche Fracht wieder einmal über dem Münchner Westen entluden. Von Brand- und Sprengbomben getroffen wurde die sog. Notkirche an der Schrobenhausener Straße und auch die angrenzenden Kleingärten mit ihren vielen Holzhäuschen standen in hellen Flammen. Ebenso hatte die Faßfabrik Schmid Treffer zu verzeichnen sowie ein benachbartes Gefangenenlager, welches ebenfalls lichterloh brannte. Zum Problem wurde auch ein starker Westwind, der Brände immer wieder anfachte - Zeitzeugen berichten von einer 300 Meter langen Feuerwand hinter der Kirche, in der zahlreiche Brände gelöscht werden mussten.Bomben auf Laim

Mit Fortschreiten des Krieges kamen die Bombenangriffe nicht mehr nur in der Nacht. Am 11. Juli 1944 war der Rangierbahnhof in Laim das Ziel eines schweren Angriffs, in dessen Verlauf auch Gebäude in der Agnes-Bernauer-Straße von Sprengbomben getroffen wurden. Dort waren zahlreiche zivile Opfer zu beklagen. Die Laimer kamen nicht zur Ruhe, schon am nächsten Tag folgte der nächste Angriff. Viele Spreng- und Brandbomben gingen im Areal Lautensack-/Schedelstraße nieder und zerstörten zahlreiche Häuser. Eine der Sprengbomben explodierte vor dem Keller der Hausnummer 5, während das Haus gegenüber in der Lautensackstraße 8 einen Volltreffer durchs Dach zu verzeichnen hatte und bis zum ersten Stockwerk einstürzte. In beiden Fällen konnten sich die Bewohner retten - einige Laimer, die zu der Zeit im Westend arbeiteten, kamen jedoch ums Leben.

Am Tag darauf kam es zu einem weiteren Luftangriff am helllichten Tag. Zwar gingen zahlreiche Spreng und Brandbomben über Laim nieder, der Hauptschlag erfolgte jedoch über der Münchner Innenstadt. Dennoch waren auch in Laim wieder Todesopfer zu beklagen.

Im Sommer 1944 folgten noch mehrere schwere Luftangriffe, die alle tagsüber stattfanden. Eine wirksame Luftabwehr war zu dieser Zeit schon lange nicht mehr vorhanden und die Bomberverbände konnten nahezu ungehindert agieren. Ältere Laimer berichten von 9 Bombenangriffen in 11 Tagen, denen wieder zahlreiche Menschen im Münchner Westen zum Opfer fielen.

Am 4. Oktober 1944 gab es gegen Mittag mehrere Angriffswellen alliierter Fliegerverbände, die wiederum den Westen Münchens zum Ziel hatten. Bei einem dieser Angriffe wurde neben zahlreichen Gebäuden im Laimer Osten auch noch einmal die "Notkirche" am Schrobenhausener Platz getroffen - und nahezu vollständig zerstört. Teile des Kirchendaches waren bis zu 300 Meter in die angrenzenden Gärten und Wiesen geflogen, Innenraum, Kanzel, Altar und Orgel lagen in Trümmern. Brandbomben hatten die Kirche nicht getroffen, die waren jedoch zum wiederholten Male über der Faßfabrik Schmid und dem daneben liegenden Eisenwerk Mohr niedergegangen - und hatten die Wirtschaftsgebäude in Brand gesetzt. Auch bei diesem Angriff hatten einige Laimer ihr Leben verloren.Bomben auf Laim

Schon am 4. November erfolgte ein weiterer Angriff auf die Eisenbahnanlagen in Laim und viele Brand- und Sprengbomben trafen zivile Gebäude in Laim. So wurde das Haus Straubingerstraße 5 mit Wirtschafts- und Rückgebäude vollständig zerstört.

Am 17. Dezember war die Münchner Innenstadt einem schweren Luftangriff ausgesetzt von dem auch das Westend und Laim nicht verschont wurde. Mehrere schwere Sprengbomben fielen in die Wohnblocks an der Schedelstraße und Lautensackstraße und richteten schwere Schäden an, durch den Luftdruck der Explosionen hatte auch die gerade wieder notdürftig aufgebaute Kirche schweren Schaden genommen. Auch gingen viele Brandbomben in der Nähe des Gotteshauses nieder, die jedoch gelöscht werden konnten. Die Schrebergärten in der Nachbarschaft und die Holzbaracken des Gefangenenlagers hingegen wurden nun endgültig ein Raub der Flammen. Auch bei diesem Luftangriff sind zahlreiche Laimer zu Tode gekommen.

Am 7. Januar 1945 gab es gleich zwei Großangriffe auf München. Die erste Angriffswelle richtete sich in den frühen Abendstunden gegen die Münchner Innenstadt, die an diesem Tag nahezu vollständig vernichtet wurde. Hunderte Münchner verloren ihr Leben. Kurz vor Mitternacht erfolgte die zweite Welle, die sich wieder einmal über dem Münchner Westen entlud. Wieder war das Bahngelände das Ziel der alliierten Bomber, allerdings verirrten sich viele der Sprengkörper in Laimer Wohngebiete - viele Häuser in der Hogenbergstraße wurden schwer getroffen und teilweise völlig zerstört. Trotz der massiven Schäden waren dort keine Menschenleben zu beklagen. Viele Opfer gab es an diesem Tag jedoch in der Landsberger Straße, wo der sogenannte "Kinderreichenblock" von mehreren schweren Sprengbomben getroffen wurde und fast völlig zerstört wurde. Viele Menschen dort wurden in den Kellern verschüttet, über 60 von ihnen verloren ihr Leben.

Als das Ende des Krieges absehbar war, gab es für die Laimer jedoch kaum Entwarnung. Alleine im Februar 1945 gab es rund 50 Luftalarme, die die Bewohner in die Keller trieb. Viele der Luftangriffe hatten andere Stadtteile zum Ziel und liefen in Laim vergleichsweise glimpflich ab. Am 25. Februar jedoch hatte der Münchner Westen wieder einen schweren Luftangriff zu verzeichnen. Häuser und Wohnblöcke in der Weichselbaumerstraße, in der Valpichlerstraße hatten massive Treffer und wurden schwer beschädigt bzw. komplett zerstört. Schlimme Zerstörungen hatte wieder einmal die Schedelstraße zu ertragen, dort schlugen mehrere Sprengbomben nacheinander ein, zerstörten die Häuser mit der Hausnummer 6 und 8 und verschütteten die Menschen in den Luftschutzkellern - von denen viele teilweise schwer verletzt wurden, aber gerettet werden konnten. Doch Tage später, als Bergungstrupps die Trümmer räumten, wurden jedoch noch 28 Leichen gefunden. Das Haus Lautensackstraße 1 hatte schwere Brandschäden, ebenso kam es an der Agnes-Bernauer-Straße, in der Behamstraße und in der Veit-Stoß-Straße zu massiven Zerstörungen. Auch dort waren Menschen in den Tod gerissen worden.

Auch im März 1945 richteten sich mehrere Fliegerangriffe gegen München, von denen teilweise auch der Westen der Stadt betroffen war - allerdings richteten die wohl keine derart massiven Schäden an, wie die vorhergehenden Angriffswellen. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt kaum noch ein Stein auf dem anderen - für viele Münchner war das Leiden während der Bombenangriffe zur Normalität geworden.

Im April verging in München kein Tag mehr, an dem nicht Fliegeralarm gegeben wurde. Die englischen und amerikanischen Fliegerverbände verfügten über die absolute Lufthoheit und hatten keine Flak-Abwehr oder gar Angriffe deutscher Jäger zu befürchten. Nicht selten heulten 5 bis 6 mal am Tag die Sirenen, massive Luftangriffe auf München gab es am 8., 9., 11., 12., 17., 25. und 26. April - bei dem auch der Münchner Westen wieder getroffen wurde und vom Westend bis nach Pasing zahlreiche Opfer zu beklagen waren.

Insgesamt wurden auf das Stadtgebiet Münchens bei 74 Luftangriffen rund 450 Luftminen, 61.000 Sprengbomben, 142.000 Flüssigkeitsbrandbomben und 3.316.000 Stabbrandbomben abgeworfen. Hierbei wurden rund 90 % der historischen Münchener Altstadt zerstört. Das gesamte Stadtgebiet wies einen Zerstörungsgrad von rund 50 % seines Gebäudebestandes auf. Durch die alliierten Luftangriffe sind 6.632 Menschen ums Leben gekommen, 15.800 wurden verletzt. Etwa 300.000 Einwohner sind obdachlos geworden, durch die Bombardements wurden 81.500 Wohnungen im Stadtgebiet Münchens ganz oder teilweise zerstört.

Bild 1: Zerstörte Häuserzeile in der Valpichlerstraße
Bild 2: Der Tag danach. Rauchende Trümmer in Laim
Bild 3: Die zerstörte Notkirche am Schrobenhausener Platz (heute 12 Apostel)
Bild 4: Spielende Kinder an einem Bombenkrater in der Valpichlerstraße

Quellen: Recherchen des Historischen Vereins Laim, Wikipedia
Fotos: Historischer Verein Laim

Nachverdichtung in Laim: Notwendig oder unverzeihliche Bausünde? Umfrage beendet

Nachverdichtung in Laim: Notwendig oder unverzeihliche Bausünde? Umfrage beendetWir beenden unsere Umfange zum Thema "Nachverdichtung in Laim". Selten ist ein Umfrageergebnis derart eindeutig ausgefallen - die Laimer haben eine ganz klare Meinung und sehen vor allem die Stadt in der Pflicht, Bausünden und architektonischen Wildwuchs zu verhindern.

Und das scheint in den Augen vieler Laimer Bürgerinnen und Bürger dringend notwendig zu sein. Viel zu oft bestimmen ausschließlich wirtschaftliche Faktoren die Genehmigungsprozesse bei der Bauplanung, Natur und Denkmalschutz stehen hinten an. Beispiele gibt es dafür genug in München.

In diesen Tagen beginnen offenbar auch erste Bautätigkeiten im Garten des Laimer Schlössls - hier sollten die Verantwortlichen ganz besonders genau hinschauen. Wie das Beispiel Uhrmacherhäusl in Obergiesing zeigt, sind irreparable Schäden ganz schnell angerichtet - was dann kommt sind langwierige Gerichtsverfahren, die jede Menge Steuergeld kosten und den Schaden am Ende ohnehin nicht wieder rückgängig machen können.

Insgesamt haben 425 Besucher Ihre Stimme abgegeben. In der folgenden Tabelle sehen Sie die Abstimmungsergebnisse der Umfrage.
AuswahlStimmenGrafikProzent
Wir brauchen dringend Wohnraum. Da muss Omas Häuschen weichen, um Platz zu schaffen.26Wir brauchen dringend Wohnraum. Da muss Omas Häuschen weichen, um Platz zu schaffen.6.12 %
Die rigorose Nachverdichtung wird das Münchner Wohnungsproblem nicht lösen, meist entstehen ohnehin Wohnungen und Appartments, die sich kein Mensch leisten kann.36Die rigorose Nachverdichtung wird das Münchner Wohnungsproblem nicht lösen, meist entstehen ohnehin Wohnungen und Appartments, die sich kein Mensch leisten kann.8.47 %
Die Stadt sollte mit restriktiven Auflagen dafür sorgen, dass gewachsene urbane Strukturen erhalten bleiben, dass eingesessene Milieus nicht verdrängt werden und dass Grünflächen nicht rücksichtslos zugebaut werden.244Die Stadt sollte mit restriktiven Auflagen dafür sorgen, dass gewachsene urbane Strukturen erhalten bleiben, dass eingesessene Milieus nicht verdrängt werden und dass Grünflächen nicht rücksichtslos zugebaut werden.57.41 %
Mir blutet das Herz, wenn ich sehe, wie die Straßenzüge in der Laimer Parkstadt ihr Aussehen verändern und mit geschmackloser Investorenarchitektur zugepflastert werden.113Mir blutet das Herz, wenn ich sehe, wie die Straßenzüge in der Laimer Parkstadt ihr Aussehen verändern und mit geschmackloser Investorenarchitektur zugepflastert werden.26.59 %
Des is mir wurscht.6Des is mir wurscht.1.41 %

Foto: Josef Stöger

20 Jahre Mittagsbetreuung in der Droste-Hülshoff-Schule in Laim - wie sich ein Sportverein für unsere Kinder engagiert

20 Jahre Mittagsbetreuung in der Droste-Hülshoff-Schule in Laim - wie sich ein Sportverein für unsere Kinder engagiertSeit 20 Jahren kümmert sich der 1. Münchner Club für Ausgleichs- und Gesundheitssport um die Schulkinder der Droste-Hülshoff-Schule in Laim. Der Verein, der im nächsten Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert, hatte das Angebot 1999 eigentlich dafür entwickelt, dass die Kleinen ein wenig Bewegung erhalten - 12 Kinder wurden im ersten Jahr betreut. Diese Zahl ist seither erheblich angewachsen, mittlerweile erhalten über 60 Kinder nicht nur Bewegungs- und Sportangebote, sondern auch noch eine fundierte Mittagsbetreuung mit Hausaufgabenzeit, die in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung geplant und realisiert wird. Die geht bis 16:00 Uhr - eine Sportstunde kann bei Bedarf bis 17:00 Uhr angehängt werden.

Ab 15:15 Uhr wird zusätzlich eine Förderstunde angeboten, welche die Kinder nach einem anstrengenden Schulvormittag naturgemäß weniger begeistert absolvieren. Die Mitarbeiter/innen des MCAG sähen es hier viel lieber, wenn mehr Raum für Bewegung, Freispiel, Erholung und Entspannung gegeben wäre - das würde zu mehr Freude, weniger Agressionen und einem entspannteren Umgang untereinander beitragen, da sind sich die Freizeitsportler sicher.

Gerne würde der Sportverein noch mehr Kinder in die Betreuung aufnehmen, doch es fehlt an adäquaten Räumlichkeiten. Standen früher einmal 2 Turnhallen, ein Hauptraum sowie einige Nebenräume zur Verfügung, können sich Kinder und Betreuer heute nur noch im 48qm großen Hauptraum aufhalten - zudem kann nur noch jeweils eine Turnhalle genutzt werden, je nachdem wo Kapazitäten freigeworden sind. Das belastet sowohl die Kinder als auch die Betreuer/innen, die ihre Planungen immer wieder umwerfen müssen.

In 20 Jahren Mittagsbetreuung haben die Kolleg/innen vom MCAG ca. 400 Kinder aus Laim betreut. Maßgeblich verantwortlich dafür und von Anfang an dabei ist Petra Föhr, die die Mittagsbetreuung leitet und als 2. Vorsitzende des Vereins "nebenher" auch noch jede Menge anderer Aufgaben zu bewältigen hat. Ihr zur Seite stehen Helga Mayer, Monika Karg, Irene Kindshofer und Ingrid Stadler, die allesamt weit über 15 Jahre für die Mittagsbetreuung arbeiten. 2015 hinzugekommen sind Petra Keul und Elfriede Hofmann - Mudi Abadi, seit 22 Jahren Übungsleiter beim MCAG arbeitet seit 3 Jahren in der Mittagsbetreuung mit. Im letzten Jahr ist Marion Zischka als Betreuerin hinzugekommen. Inzwischen ist Petra Föhr eine der dienstältesten "guten Geister" an der Droste-Hülshoff-Schule - länger als die Rektorin und das Hausmeisterehepaar.

Viele, die früher einmal zu den "Kleinen" gehört haben, sind inzwischen die "´Großen". Besonders berührend ist es für die Betreuer/innen, wenn sich Kinder von früher melden und erzählen, wie gut es ihnen in der Mittagsbetreuung gefallen hat. Vor allem die tollen Fahrgeschäfte im Pausenhof und den jährlichen Ausflug der Mittagsbetreuung, wo es ins Legoland, in den Skyline- oder Bayernpark, ins Dinosaurierland oder zum Piratenausflug an Chiemsee ging, waren echte Highlights, an die sich die inzwischen jungen Erwachsenen immer wieder gerne erinnern. Viele von den "ehemaligen" Kindern wollen in der Mittagsbetreuung mitarbeiten oder dort (und nirgendwo anders) ihr Praktikum machen.

Weitere Informationen zum 1. Münchner Club für Ausgleichs- und Gesundheitssport finden Sie auf der Homepage des Vereins - ebenso das komplette Sportprogramm. Wenn Sie dabei sein wollen, finden Sie online ebenfalls alle nötigen Informationen. Aber Sie können die Sportangebote des MCAG auch ohne Mitgliedschaft nutzen - gegen ein geringes Entgelt.

Hilfsangebot beim Pfarrverband Laim - Helfen Sie mit!

Hilfsangebot beim Pfarrverband Laim - Helfen Sie mit!Aus aktuellem Anlass wird beim Pfarrverband Laim aus ehrenamtlichen Helfern und Mitgliedern des Seelsorger-Teams ein Einkaufsdienst aufgebaut. Der soll sicherstellen, dass Menschen mit Artikeln des täglichen Bedarfs und/oder Medikamenten versorgt werden, die selbst gerade ihre Wohnung nicht verlassen können.

Das Hilfsangebot kann nur im Umfeld der jeweiligen Pfarreien angeboten und wahrgenommen werden. Die Helfer können und weder Zigaretten noch Alkohol besorgen und Medikamente nur gegen ein gültiges Rezept. Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs werden nach Möglichkeit in normalen Mengen und noch am selben Tag besorgt. Bitte halten Sie einen Einkaufszettel und das benötigte Geld bereit – für die Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit der Helfer/innen bürgt der Pfarrverband Laim.

Das Angebot ist kostenlos und überkonfessionell!

Bitte melden Sie sich, wenn Sie Hilfe benötigen, jemand kennen, der auf Hilfe angewiesen ist oder wenn Sie selbst Ihre Unterstützung für die Aktion anbieten wollen!

Tel.: 089/54 72 71-3 (Di-Fr 10-12 Uhr oder Anrufbeantworter) oder pv-laim@ebmuc.de.

Foto: Oleg Magni

Helfen in der Krise

Helfen in der KriseNeben den offiziellen Anlaufstellen bei der Stadt und bei karitativen Organisationen gibt es vermehrt spontane Hilfsangebote, die sich zum Ziel gesetzt haben, insbesondere älteren Menschen bei Dingen des täglichen Bedarfs unter die Arme zu greifen.

So können Münchner Seniorinnen und Senioren, die bekanntermaßen zur Corona-Risikogruppe zählen, über die Website muenchner-freiwillige.de oder über die Hotline 089-46132983 Hilfe und Unterstützung anfordern, beispielsweise für den Lebensmittel-Einkauf, bei der Besorgung von Drogerie- und Hygieneartikeln, bei der Beschaffung von Medizin oder anderen Besorgungswegen - wie z.B. der Gang zum Postamt. I.d.R. meldet sich innerhalb von 24 Stunden ein/e Helfer/in, um Details zu besprechen.

Achtung: Medizinische Hilfe oder Personentransporte können über die o.g. Plattform NICHT abgerufen werden!

Auch wenn Sie spontan helfen möchten, können Sie Ihre Dienste unter der o.g. Adresse anbieten.

Alte Heimat - Spatenstich der Neubauabschnitte 1 und 2

Alte Heimat - Spatenstich der Neubauabschnitte 1 und 2Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG verwaltet die Anfang der 1960er Jahre errichtete Stiftungsimmobilie "Alte Heimat" in Laim im Auftrag des Kommunalreferats. Nach der Sanierung der Bestandsgebäude mit 363 Wohneinheiten erfolgt nun die Realisierung von drei zusätzlichen Gebäuden der Neubauabschnitte 1 und 2 auf freien Baufeldern mit 88 barrierefreien Wohnungen und einer sechsgruppigen Kita. Der Spatenstich am Dienstag,10. März, symbolisiert den Startschuss für die Neubauabschnitte 1 und 2.

Mit der Erteilung des Projektauftrages durch den Münchner Stadtrat im Februar 2020 ist darüber hinaus nun der Weg geebnet für weitere Neubauten der Bauabschnitte 3 und 4. Nach dem Abbruch von sieben Bestandsgebäuden entstehen dort rund weitere 263 barrierefreie Wohneinheiten, davon werden 101 familiengerecht gestaltet. Errichtet werden dafür fünf siebengeschossige Neubauten an der Zschokkestraße sowie zwei östlich und westlich flankierende fünfgeschossige Neubauten.

Die Alte Heimat in Laim wird damit um insgesamt 351 neue Wohneinheiten ausgebaut, um noch mehr Münchnerinnen und Münchnern dort in günstigen Wohnungen unterbringen zu können. Es wird viel Wert darauf gelegt, die Anlage weiterhin großzügig zu gestalten, mit vielen Grün- und Freiflächen. So entsteht eine attraktive Wohnanlage, in der sich neue und alte Mieterinnen und Mieter gleichermaßen wohlfühlen werden. Besonders wichtig ist außerdem der barrierefreie Neubau der Wohnungen, welche insbesondere für Ältere und Pflegebedürftige geeignet sein müssen. Das Bauvorhaben sichert günstigen Mietraum für sozial bedürftige Menschen.

Foto: GEWOFAG

Cuba Cars - Fotoausstellung Josef Stöger

Cuba Cars - Fotoausstellung Josef StögerAchtung! Aufgrund der Corona-Gefahr fällt die Vernissage am 26. März leider aus! Im ASZ Laim verkehren überwiegend Senioren, die durch größere Menschenansammlungen unnötig in Gefahr gebracht würden. Natürlich kann die Ausstellung einzeln besucht werden.

Kuba hatte schon immer seinen besonderen Reiz. Zahlreiche Künstler, Abenteurer und Lebemänner hat die Karibikinsel in den Bann gezogen und nicht wieder losgelassen. Auch die politischen Wirren in den 50er Jahren und die Regentschaft Fidel Castros konnten daran nichts ändern - im Gegenteil: Der kubanische Weg hat für viele immer noch seinen Reiz und ein Besuch auf der Insel weckt nostalgische Gefühle.

Das liegt sicher am reichhaltigen kulturellen Erbe auf der Insel und der feurigen Salsa-Musik, die aus den unzähligen Tavernen der kubanischen Hauptstadt dringt. Dann wäre da noch der Havanna-Rum, auf den Hemingway versessen war und der weltweit einen geradezu legendären Ruf genießt. Vor allem aber begeistern die vielen amerikanischen Straßenkreuzer, die aus Ermangelung an Neufahrzeugen noch immer auf Kubas Straßen unterwegs sind.

Der Laimer Fotograf Josef Stöger hat die Insel 2014 bereist und hunderte dieser Exoten fotografiert, von denen einige auf deutschen Automärkten durchaus respektable Preise erzielen würden. Zumal viele der alten Autos von ihren Besitzern liebevoll gepflegt werden und in einem erstaunlich guten Zustand sind. So haben sich auf Kuba Automarken erhalten, über die die Geschichte anderenorts schon längst den Mantel des Vergessens gebreitet hat: Studebaker, Tucker, Packard, Buick und wie sie alle heißen.

Erlebens Sie die Hauptstadt Havanna und die gesamte Insel einmal aus einer ganz anderen Perspektive. In der Fotoausstellung "Kuba" zeigt Josef Stöger, was alles auf kubanischen Straßen unterwegs ist. Er portraitiert lebensfrohe Menschen, farbenprächtige Altautos und Häuserzeilen, denen Patina und fehlender Putz erst seinen ganz besonderen Reiz verleiht. Und Che Guevara schaut versonnen von vielen Fassaden herab.

Ausstellung vom 26. März bis 5. Juli 2020 im ASZ Laim

Zeus von Laim, hilf!

Zeus von Laim, hilf!Beim Zeus von Laim! Mit dem Verkauf des Laimer Schlössls an einen Privatinvestor wurde 2018 die letzte Chance, ein bauhistorisches Denkmal für die Allgemeinheit zu erhalten, fahrlässig vergeben. Für die Ausübung eines Vorkaufrechts sehen weder Kultusministerium noch Stadt einen "begründeten Tatbestand".

Das wirft doch einige Zweifel an der Bewertung dieser Immobilie auf. Handelt es sich doch in seinem baulichen Ursprung von 1716 immerhin um ein Landgut Kurfürst Max Emanuels und um eines der letzten historischen Gebäude des ursprünglichen Dorfkerns rund um den Laimer Anger.

Richtig interessant wird die Baugeschichte aber erst im 20. Jahrhundert, als Theodor Fischer 1902 das Anwesen erwirbt und zu seinem Wohnhaus umbaut. Im benachbarten Pixis-Haus bringt er sein Büro unter. Hier trifft sich alles, was in der Architekturszene Rang und Namen hat, selbst Le Corbusier bewirbt sich im Büro um eine Stelle. Als Leiter des Stadterweiterungsbüros und Professor für Baukunst prägt Theodor Fischer, als "Zeus von Laim" wie ihn seine Studenten nennen, das Stadtbild Münchens bis heute.

Mit einer öffentlichen Nutzung des Laimer Schlössls und dessen Gartenanlage hätte man neben dem Interim einen weiteren Kulturraum für das nicht gerade kulturverwöhnte Laim gewinnen können.

Die Seidlvilla in Schwabing oder der Mohr-Villa in Freimann sind wunderbare Vorbilder, wie so etwas gelingen kann, beide sind im Besitz der Landeshauptstadt. Gab es hierfür "begründeten Tatbestände"?

Bis heute blieben das langgestreckte, elegant-zurückhaltende Gebäude weitgehend von entstellenden Anbauten und Luxussanierung verschont. Sowohl Schlössl, als auch Garten sind in die Denkmalliste eingetragen. Jeder Käufer wusste, auf was er sich einlässt.

Mit dem jetzt beantragten Garagenbau von 15 m Länge und 6 m Breite und der noch einmal mindestens ebenso großen Erschließungsfläche vor den Garagen wird der Garten weitgehend zerstört.

Man kann gespannt sein, ob auch in diesem Fall Baukultur und Stadtgestalt geopfert werden. Die Genehmigungsbehörden versuchen gerichtliche Auseinandersetzung mit den mächtigen "Entwicklern" weitgehend zu vermeiden.

Nicht mehr die Stadtbaukunst sondern juristische Spitzfindigkeiten prägen derzeit die Gestalt unserer Stadt.

Luxuswohnungen im historischen Ambiente mit Garagenhof im Schlösslpark? - Zeus von Laim, hilf!

Brigitte Püls, München

Hinweis: Als "Zeus von Laim" ist der Städtebauer und Architekt Theodor Fischer in die Geschichte eingegangen. Und ganz besonders in unserem Stadtteil hat er seine Spuren hinterlassen. So entwickelte er die Pläne für das reduziert historisierende Wohnhausensemble in der Stadtlohner Straße, welches 1909–11 von der Münchner Terraingesellschaft Neuwestend AG gebaut wurde. Auch die pittoreske Klein-Wohnhaus-Kolonie in der Gunzenlehstraße entwarf der Architekt, der immer auch das soziale Miteinander im Blick hatte. Neben dem heutigen McDonalds Eckhaus in der Agnes-Bernauer-Straße und verschiedenen Bürgerhäusern in der Perhamerstraße bewundern Architekturliebhaber verschiedene Einzelvillen in der Gartenstadt Laim, beispielsweise am Agnes Bernauer Platz. Aber selbst Umbauten am heutigen INTERIM, an der St. Ulrichskirche und am Laimer Schlössl hat Fischer maßgeblich geprägt - dort wohnte er bis zu seinem Tod im Jahre 1938.
Natürlich tragen auch andere Bauten in und um München seine Handschrift, z.B. die Gebsattelbrücke in der Au oder das Bismarckmonument bei Assenhausen am Starnberger See.

Moschee am Westpark? Anwohner wollen sich nicht vor den Rechts-Links-Karren spannen lassen

Moschee am Westpark? Anwohner wollen sich nicht vor den Rechts-Links-Karren spannen lassen"Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii..." schmetterte Petra Föhr den Demonstranten entgegen, die Mitte Januar am Eck Edelsbergstraße und Säulingstraße aufeinander trafen. Dort hatten sich Gegner und Befürworter eines Moscheebaus versammelt, die sich lauthals über die jeweilige Gegenseite echauffierten. Ein Riesen-Aufgebot Münchner Polizei wachte mit Argusaugen darüber, dass die Lage nicht eskaliert - denn neben rund 40 Befürwortern waren auch ein paar Pegida-Leute anwesend.

Petra Föhr war lauter als alle zusammen - dennoch standen sie und ein paar weitere Anwohner der Siedlung im wahrsten Sinne des Wortes zwischen den Fronten.

Und das beschreibt das ganze Dilemma: Kaum einer der Demonstranten, die am 14. Januar aufgelaufen sind, wohnt in der Siedlung zwischen Pfrontener Platz und Mittlerem Ring. Doch alle haben eine ganz klare Meinung zum Bau eines islamischen Kulturzentrums an der Edelsbergstraße - dafür oder dagegen, schwarz oder weiß. Nachdenkliche Töne werden nicht zugelassen und die Anwohner fühlen sich von sämtlichen politischen Gremien alleine gelassen.

Im Bezirksausschuss habe man sich bereits zu Wort gemeldet, so ein Anwohner. Die Bedenken seien vom Tisch gewischt worden und man habe das Gefühl, "dass das Moscheeprojekt einfach durchgewunken werden soll".

Dabei geht es den Bewohnern der Siedlung gar nicht um "Glaubensfragen", sondern darum, dass die bis jetzt bekannten Baupläne den Schluss zulassen, dass ein unbeschreibliches Verkehrschaos zu erwarten ist - sollte das islamische Kulturzentrum jemals gebaut werden.

Was ist der Stand der Dinge? Die an der Edelsbergstraße ansässige bayerische Pflegeakademie hat ein Grundstück verkauft. Dort soll nach dem Willen der neuen Eigentümer das Kulturzentrum des islamischen Vereins Hidaje e.V. hochgezogen werden. Zweistöckig - mit einer großen Kuppel (wir berichteten). Der Verein war bislang an einem Gewerbegebiet in Moosach ansässig - die Räumlichkeiten dort seien nicht mehr zeitgemäß und nicht mehr ausreichend. So möchte die Gemeinde an den Westpark übersiedeln.

Dort sind gerade einmal 3 (!) Stellplätze für PKW geplant. Der Verein hat im Augenblick rund 380 Mitglieder - wenn nur die Hälfte der Gläubigen zum Gebet oder zu kulturellen Veranstaltungen eintrifft, ist die Siedlung dicht - auch und gerade am Wochenende. Weder gibt es geeignete Zufahrtstraßen, noch ausreichend Parkflächen - sollte zeitgleich eine Veranstaltung im nahen Audi-Dome stattfinden, wäre das Chaos perfekt. Der gesamte Verkehr wird sich in die Siedlung neben der Westendstraße ergießen. Hinzu kommt, dass viele der Anwohner der Überzeugung sind, dass sich das geplante Gebäude nicht in die Umgebung einfügt.

"Die Besucher werden aus ganz München anreisen. Und die kommen ganz bestimmt nicht mit dem ÖPNV - abgesehen vom 63er Bus gibt es den nämlich hier nicht." so Petra Föhr. Für 5 Gebetszeiten pro Tag ist mit An- und Abfahrten zu rechnen, kulturelle Veranstaltungen, Seminare und Schulungen gar nicht mit eingerechnet. Die Anwohner befürchten, dass ihre Siedlung einen Verkehrskollaps erlebt. "Dort könnte auch ein Supermarkt gebaut werden - das Problem wäre dasselbe!" schimpft eine Anwohnerin und ärgert sich maßlos darüber, von einigen Demonstranten in die "braune Ecke" gestellt zu werden.

Die Anwohner der beschaulichen Siedlung haben ein berechtigtes Anliegen und fühlen sich übergangen. Die Stadtpolitik sollte sich tunlichst mit den Menschen ins Benehmen setzen, ihnen zuhören, Lösungen suchen - und nicht Entscheidungen über die Köpfe der Leute hinweg treffen. Die Kommunalwahlen stehen vor der Tür. Und nach denen gibt es dann wieder jede Menge Sondersendungen, Talkshows und Brennpunkte, bei denen sich wieder alle mit großen Augen wundern wie es möglich sein konnte, dass die blaue Partei derartige Zuwächse verzeichnet. Genau deswegen.

Foto: Petra Föhr

Gegen Gentrifizierung, Flächenversiegelung und Investorenarchitektur: Plakataktion am Baustellenzaun

Gegen Gentrifizierung, Flächenversiegelung und Investorenarchitektur: Plakataktion am BaustellenzaunLange Zeit galt Laim als eine der verschlafensten Ecken Münchens. Bestehend aus ein paar Wohnblocks an der Landsberger- und Fürstenrieder Straße. Nix los da. Gentrifizierung? Mietenwahnsinn? Das waren die Schlagzeilen, die aus Schwabing, Haidhausen und aus dem Glockenbachviertel herüberkamen - unseren Stadtteil fanden sogar viele Laimer selbst derart langweilig, dass man sich außen vor glaubte und es sich gemütlich machte.

Das war einmal. Inzwischen sind sowohl die Gartenquartiere als auch die ödesten Wohnblöcke in den Fokus von Investoren und Gewinnsanierern geraten und das bekommen immer mehr Laimer am eigenen Leib zu spüren. Nun ziehen auch die Mieten in diesem Stadtteil spürbar an und viele Bewohner sind am Überlegen, ob sie sich das in den nächsten Jahren noch werden leisten können. Und in den grünen Seitenstraßen wird mit standardisierter Investorenarchitektur nachverdichtet auf Teufel komm raus.

Ensembleschutz? Denkmalschutz? Baumschutz? Damit beschäftigen sich die Anwälte der Bauherren. Und dank denen und der eklatanten Wohnungsnot in München wird bei Klagen meist in derem Sinne entschieden - ganz so, als ob man mit dem Zubetonieren der Gartenstädte das Wohnungsproblem lösen könnte. Und so wachsen in den pittoresken Gartenstädten abseits der großen Straßen immer mehr Apartmentblocks aus dem Boden, die bis hart an die Grundstücksgrenze reichen - jeder Quadratzentimeter wird zur Wohnfläche und zur Renditemaximierung genutzt. Omas Rentenhäuschen muss der Abrißbirne weichen - und mit ihm meist alter Baumbestand, blühende Obstgärten und eine Pflanzenwelt, die in München sehr selten geworden ist.

Dagegen formiert sich Widerstand. Nicht erst seit gestern, aber die Stimmen scheinen lauter zu werden - und es melden sich auch immer mehr Anrainer zu Wort, die nicht unmittelbar von den um sich greifenden Baumaßnahmen betroffen sind. Im Augenblick können aufmerksame Spaziergänger in Laim Bürgerproteste verfolgen, die sich in Form von Plakaten direkt an den jeweiligen Baustellen an die Betrachter wenden: "Hier entsteht unbezahlbarer Wohnraum für Sie", "Hier entstehen die neuen Alptraum-Villen", "Käfigzaun und Stachelhecke, da graut´s der Biene und der Schrecke", "Sag mir wo die Bäume sind" heißen die kreativen Slogans, die auf die Probleme aufmerksam machen sollen, die mit der zügellosen Nachverdichtung in Laim einhergehen.

Immer mehr Laimer empfinden es als persönlichen Affront, wie im Stadtteil mit Grünflächen und Gärten umgegangen wird - und wollen es das nicht mehr gefallen lassen. Von der Stadt wünscht man sich schon lange deutliche Reaktionen auf die ungezügelte Bauwut - oftmals vergeblich. Zu langsam, zu zaghaft, zu investorenorientiert agieren die städtischen Stellen in den Augen vieler Laimer, insbesondere der angestammten Bewohner der grünen Areale zwischen Laim und Hadern. Und so stehen gleich mehrere Straßenzüge auf der Agenda der protestierenden Bürgerinnen und Bürger: Die Baumschule zwischen Gotthard-, Willibald- und Senftenauer Straße, die Grünfläche zwischen Queri-, Geßler- und Geigerstraße und viele weitere Straßen in Laim, in die die Baumaschinen der Investoren einfahren um Betonklötze zu errichten, mit denen die Renditen der Unternehmen maximiert werden sollen.

Nutzen Sie doch die anstehenden Feiertage, um sich bei einem Spaziergang durch Laim und Kleinhadern die Plakate an den vielen Baustellen anzuschauen.

Foto: Margit Huber

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