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Aufgrabungen und Leitungsbau am Laimer Kreisel
Die da unten sieht man nicht! Diese Zeile könnte einem, frei nach Brechts Dreigroschenoper, beim Anblick der Absperrungen, Umleitungen und Aufgrabungen beim Zugang zur Laimer Unterführung in den Sinn kommen.Denn bei geschlossener Teer- und Pflasterdecke hat man ja keinen Anlass, sich darüber Gedanken zu machen, was sich da unten alles verbergen kann und könnte.
Und falls irgendwann erneut aufgegraben werden muss, werden als Hinweis für den Baggerfahrer die Leitu... ...
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Ein neues Zuhause für Laim: Grundsteinlegung am ehemaligen Tramdepot
Wenn man heute auf das Areal an der Kreuzung Westend- und Zschokkestraße blickt, ist noch ziemlich viel leere Fläche zu sehen. Doch die mittlerweile aufgefahrenen Baumaschinen und das eine oder andere entstehende Fundament zeigen bereits einen Blick in die Zukunft. Wo früher Busse und Bahnen das Bild prägten, entsteht derzeit eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte Münchens. Mit der offiziellen Grundsteinlegung am 16. Juni 2026 haben die Stadtwerke München (SWM) gemeinsam mit Oberbürgermeister Dominik Krause den Startschuss für ein Quartier gegeben, das weit mehr ist als nur „irgendein Neubau“.Mehr als nur Wohnraum: Ein Signal für die Stadt
Über 630 neue Wohnungen werden hier in den nächsten Jahren in die Höhe wachsen. Für Laim bedeutet das einen echten Schub. Doch warum ist das Projekt gerade jetzt so bedeutsam? Münchens Wohnungsmarkt bleibt angespannt, und der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist riesig. Die SWM setzen hier ein starkes Zeichen: Sie erweitern ihr ursprüngliches Ziel, bis 2030 rund 3.000 Wohnungen zu schaffen, auf satte 4.000 Einheiten bis zum Jahr 2040.
„Wir brauchen genau solche Projekte“, betonte Oberbürgermeister Dominik Krause bei der Zeremonie. „Dass die Stadtwerke als kommunales Unternehmen vorangehen, schafft nicht nur ein Zuhause für hunderte Familien, sondern nimmt spürbar Druck aus dem Markt.“
Für die Menschen, die München am Laufen halten
Das Besondere am Konzept: Die Wohnungen dienen primär als Werkswohnungen für SWM-Beschäftigte. Das ist ein kluger Schachzug für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Wer in München arbeitet, soll hier auch leben können – ohne die Sorgen eines überhitzten Mietmarktes. Doch man denkt weiter: Auch Mitarbeitende anderer städtischer Gesellschaften und ausgewählter Partnerunternehmen sollen hier eine Bleibe finden. Das Interesse der Unternehmen ist bereits jetzt enorm, denn Fachkräftebindung funktioniert heute oft nur noch über die Frage: „Wo wohne ich?“
Dr. Gabriele Jahn, SWM-Geschäftsführerin für Personal und Immobilien, brachte es auf den Punkt: „Unsere Mitarbeitenden halten München rund um die Uhr am Laufen. Wir investieren in die Energiewende und Infrastruktur, aber eben auch in die Menschen, die das alles möglich machen.“
Was genau entsteht in Laim?
Das Projekt auf dem ehemaligen Depotgelände ist ein echtes Quartiersentwicklungskonzept. Es ist geplant, dass dort ein lebendiger Mix entsteht: Neben den Wohnungen sind mehrere Kindertagesstätten, ein Seniorenzentrum und der neue „Zschokkepark“ als grüne Lunge vorgesehen – alles direkt an den ÖPNV angebunden.
Der nun begonnene erste Bauabschnitt umfasst 212 Wohneinheiten, die voraussichtlich Ende 2028 bezugsfertig sein werden. Die Architektur setzt dabei auf Nachhaltigkeit: In Holzhybridbauweise, mit CO2-reduziertem Beton und großflächigen Photovoltaikanlagen zeigen die SWM, dass moderner Wohnungsbau und Klimaschutz Hand in Hand gehen. Ob Single-Appartement oder 5-Zimmer-Wohnung für die große Familie – der Mix ist auf echte Lebensrealitäten ausgerichtet.
Ein Blick hinter die Kulissen
Bei den Gesprächen am Rande der Grundsteinlegung wurde spürbar, wie viel Herzblut in der Planung steckt. Es geht nicht nur um Quadratmeter, sondern um die Frage, wie man Gemeinschaft gestaltet. Von der durchdachten Anordnung der Kitas bis zur Mobilitätsstation – hier soll ein Ort zum Ankommen entstehen. "Als Bezirksausschuss freuen wir uns sehr über dieses Projekt. Wohnraum bleibt eines der wichtigsten Themen für München – umso schöner, dass in Laim neuer Wohnraum für viele Münchnerinnen und Münchner entsteht." so Stadträtin und Fraktionssprecherin im BA Laim Alexandra Gaßmann.
Für Laim ist dieses Projekt ein Meilenstein. Es zeigt, dass München trotz der Herausforderungen wächst und sich weiterentwickelt. Wenn Ende 2028 die ersten Mieter ihre Schlüssel in Empfang nehmen, wird die ehemalige Brache am Tramdepot längst in neuem Glanz erstrahlen – als Ort, an dem Menschen bezahlbar, nachhaltig und gerne leben.
Foto: SWM
Motettenkonzert „Hear my prayer“ in der Paul-Gerhardt-Kirche
Schon die Psalmen der Bibel verbinden Gebete und Musik - in der hebräischen Bibel wird sogar vom „Buch der Loblieder“ gesprochen. Sowohl die Psalmen als auch viele andere Gebete sind im Lauf der Jahrhunderte von Komponisten vertont werden. Solchen „gesungenen Gebeten“ in ihrer sich im Zeitkontext wandelnden Form widmet sich der Paul-Gerhardt-Chor in seinem Sommerkonzert.Das Programm reicht vom gregorianischen Vaterunser über Werke des 17. Jahrhunderts – so das titelgebende Werk „Hear my prayer“ von Henry Purcell – bis zu verschiedenen Werken aus dem 20. und 21. Jahrhundert. „Wir wollen in diesem Konzert Gebete aus unterschiedlichen Zeiten und ihre Inhalte musikalisch „erlebbar“ machen“, sagt dazu Ilse Krüger-Kreile, die Leiterin des Paul-Gerhardt-Chors.
Der Eintritt zum Sommerkonzert ist frei, Spenden für die Chorarbeit sind herzlich erbeten.
Motettenkonzert: „Hear my prayer“
Dienstag, 30. Juni, 20 Uhr
Paul-Gerhardt-Kirche München-Laim (Mathunistraße 23-27)
U5-Baustelle Laim: Durchstich im Tunnel erreicht
Mit dem Entfernen der letzten trennenden Erdschicht unter dem Deckel des neuen U-Bahn-Tunnels hat die Verlängerung der U-Bahnlinie 5 nach Westen einen weiteren Meilenstein erreicht. Das unterirdische Bauwerk ist damit auf seiner Länge von 1,1 Kilometern durchgängig begehbar. Oberbürgermeister Dominik Krause und Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer haben heute den feierlichen Durchstich im Baulos 1 der Baustelle Gotthardstraße vor Ort verfolgt.Oberbürgermeister Dominik Krause: „München wächst, deshalb bauen wir den ÖPNV derzeit so stark aus wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die U-Bahn befördert in München mit Abstand die meisten Menschen, sie ist das Rückgrat unserer Mobilität. Wir erweitern deshalb unser U-Bahn-Netz, um das Angebot sukzessive zu verbessern. Die Verlängerung der U5 wird den Nahverkehr im Münchner Westen bedeutend voranbringen. Nach mehreren Jahren der intensiven Bautätigkeit ist jetzt ein weiterer wichtiger Meilenstein geschafft. Ich freue mich, dass die Arbeiten gut vorankommen.“
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Die Verlängerung der U5 nach Pasing ist in vollem Gange, die Verlängerung bis nach Freiham folgt. Mit dem Durchstich sind nun die Voraussetzungen für die nächsten Ausbauschritte im unterirdischen Bauwerk geschaffen. Drei Logistiköffnungen ermöglichen es, Beton, Stahl und weitere Baumaterialien in den Tunnel einzubringen. Dort werden der künftige U-Bahnhof Baumschule Laim und der Streckentunnel zum Laimer Platz entstehen.“
Gleichzeitig führt das Baureferat die Arbeiten an den Tunnelsohlen und Tunnelwänden fort. Auf der Oberfläche laufen weiterhin die Arbeiten an den sogenannten Dükerbauwerken, die gewährleisten, dass das Grundwasser das Tunnelbauwerk im Endzustand ungehindert umströmen kann.
Die Arbeiten an der U5-Verlängerung schreiten nicht nur an der Gotthardstraße sichtbar voran. In Pasing und Am Knie laufen unter anderem die Bohrpfahlarbeiten für die U-Bahnhöfe. In den kommenden Wochen beginnen die Betonarbeiten für die halbseitigen Tunneldecken. Der Trambetrieb bleibt während der Bauarbeiten aufrechterhalten. Erst wenn die Bahnhofsbauwerke im Rohbau fertig sind, kann die rund 80 Meter lange Tunnelbohrmaschine ihre Fahrt aufnehmen – vom Startschacht westlich der Willibaldstraße aus.
Am Bahnhof Pasing werden nördlich der Pasing Arcaden Bohrpfähle und nördlich der Pasinger Hofgärten Schlitzwände hergestellt. Zudem beginnen die Arbeiten an den Personenunterführungen, die künftig die Verbindung zwischen U-Bahnhof und DB-Bahnhof ermöglichen. Der Verkehr auf der Josef-Felder-Straße bleibt in beiden Richtungen einspurig erhalten. Für die geplante Weiterverlängerung der U5 von Pasing nach Freiham laufen seit Mai 2024 die Rohbauarbeiten für den Endbahnhof Freiham-Zentrum. Dieser wird als Vorhaltemaßnahme errichtet, um größere Eingriffe in die spätere Bebauung und damit verlorenen Bauaufwand und höhere Baukosten zu vermeiden.
Alle Informationen rund um die U5-Verlängerung und den Münchner U-Bahn-Bau gibt es unter www.ubahnbau-muenchen.de. Interessierte können sich außerdem im U5 Infocenter in der Willibaldstraße 70 umfassend informieren; im frei zugänglichen „U5-Tunnel-Walk“ auf diversen Outdoor-Schautafeln sogar rund um die Uhr. Immer mittwochs (außer an Feiertagen) von 15 bis 19 Uhr stehen im Infocenter außerdem städtische Expert*innen aus dem U-Bahn-Bau für Fragen und Bürgeranliegen zum Projekt zur Verfügung.
Foto: Feierlicher Tunnel-Durchstich mit (v.l.) Abteilungsleiter U-Bahn- und Tunnelbau Manfred Reiter, Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Oberbürgermeister Dominik Krause und Hauptabteilungsleiter Ingenieurbau im Baureferat Alexander Kressierer. (Foto: Michael Nagy/Presseamt)
Kneipp-Anlage im Westpark wieder eröffnet
Kaum strahlt die Sonne durch das Grün des Blätterdachs um das Becken zum Wassertreten, finden sich auch wieder erste Besucher aus allen Altersgruppen des Westparks ein, um ihren müden oder strapazierten Beinen eine wohltuende Runde im Storchengang zu gönnen.Natürlich wird das frische Wasser aber zuvor mit der Fußspitze probiert, ehe man weiter hineingeht.
Der anschließende Barfußgang über Wiese und unterschiedlich mit Rindenmulch, Fein- und Grobkies angelegte Strecke unterstützt hinterher ein angenehmes Prickeln in den Beinen.
Eine angenehme Methode für Wohlbefinden und Gesunderhaltung, die zudem nichts kostet!
Foto u. Text: WeB
Tram-Westtangente: Start der Linie 14 erfolgreich
Täglich ca. 11.000 FahrgästeKnapp 1 Million Fahrgäste in den ersten 100 Tagen
Kaum Rückgang auf Parallelstrecken
100 Tage nach der Inbetriebnahme des ersten Teilstücks der Tram-Westtangente zieht die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) eine positive Bilanz: Mit der neuen Linie 14 zwischen Pasing Bf. und Gondrellplatz sind unter der Woche täglich ca. 11.000 Fahrgäste unterwegs. Der weitaus größte Teil davon auf der Neubaustrecke selbst – also im Abschnitt zwischen den Haltestellen Fürstenrieder Straße und Ammerseestraße.
Die Gesamtnachfrage liegt damit in einer ähnlichen Größenordnung wie bei der Eröffnung der Tram St. Emmeram im Jahr 2011. Den am stärksten genutzten Abschnitt der Neubaustrecke zwischen den Haltestellen Fürstenrieder Straße und Laimer Platz nutzen werktäglich über 4.500 Fahrgäste. Alle Fahrgäste der ersten 100 Tage zusammengezählt ergeben fast eine Million Passagiere.
Auf den parallelen Abschnitten der Tram 19 zwischen Fürstenrieder Straße und Pasing, der Tram 18 zwischen Gondrellplatz und Ammerseestraße sowie beim Bus ist kein nennenswerter Fahrgastrückgang feststellbar. Das ist ein Zeichen dafür, dass das neue ÖPNV-Angebot bereits jetzt neue Fahrgäste anzieht.
Durch die Optimierung von Ampelanlagen an Knotenpunkten konnte die Pünktlichkeit noch deutlich verbessert werden – von zunächst 65% in den ersten Tagen auf inzwischen rund 80%. Eine Feinjustierung der Vorrangschaltungen in den ersten Tagen ist üblich, weil das Zusammenspiel der technischen Einrichtungen im Fahrzeug und an der Strecke erst dann in vollem Umfang beobachtet und angepasst werden kann. Die Optimierung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Mobilitätsreferat. Weitere Verbesserungen sind geplant, wenn die derzeit noch provisorischen Lichtsignale gegen die endgültigen Anlagen ersetzt werden.
Public Viewing WM 2026
Die Pfadfinder der Pfarrei Sankt Willibald laden herzlich zum großen Public Viewing der WM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft und dem Finale ein!Bringt etwas Geld für Essen und Getränke mit und vergesst die gute Laune nicht!
Los gehts am Sonntag, den 14.Juni. Einlass immer ½ Stunde vor Anpfiff!
Wo?
Agnes-Bernauer-Straße 181
80687 München
Wann?
An den Spielterminen der deutschen
Mannschaft + Finale
Übrigens: Die Pfadfinder sind eine weltweite, pädagogische Jugendbewegung, die jungen Menschen hilft, sich durch Aktivitäten in der Natur persönlich und sozial weiterzuentwickeln. Gemeinsam in Gruppen lernen Kinder und Jugendliche, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und praktische Fähigkeiten für das Leben zu erwerben. Ihr Ziel ist es, durch Toleranz, Hilfsbereitschaft und Umweltbewusstsein aktiv zu einer besseren Welt beizutragen. Geprägt wird die Bewegung weltweit durch ein starkes Gemeinschaftsgefühl, gemeinsame Zeltlager und das charakteristische Tragen von Kluft und Halstuch.
Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) ist der größte katholische Pfadfinderverband in Deutschland und steht Mitgliedern aller Konfessionen offen. Sie kombiniert die klassischen Werte der Pfadfinderei mit christlichem Engagement und setzt sich stark für soziale Gerechtigkeit, Demokratiebildung und internationale Begegnungen ein. Dort ist auch der DPSG Stamm St. Willibald Mitglied.
Foto: KeithJJ
Ein Blick ins Innere - Finissage am 11. Juli
Seit 9. April und noch bis zum 16. August 26 läuft im INTERIM am Laimer Anger die Ausstellung EIN BLICK INS INNERE, welche zu allen Veranstaltungen ab 19 Uhr geöffnet ist.Die Ausstellung des Münchner Künstlers Nico Amirkhani zeigt einen schonungslosen und ehrlichen Blick in sein Innerstes. Zwischen organisch-abstrakten Gebilden und geometrischen Ordnungen setzt er sich sowohl mit eigenen Gefühlen der Getriebenheit als auch des Stillstands auseinander.
Der Einsatz unterschiedlicher Materialien wie Bauschaum und Beton entwickelt in den verschiedenen Werkgruppen eine individuelle Formensprache, wodurch der emotionale Ausdruck verstärkt wird und dem Betrachter die Kontraste zwischen Zerbrechlichkeit und Stärke nähergebracht werden.
Die Veranstalter laden Interessierte und Kunstfreunde am 11. Juli ab 19 Uhr zur Finissage ins INTERIM am Laimer Anger ein, um sich die rund 20 Werke anzusehen.
Fahrgastverband rügt erneute Verzögerungen bei Münchner S-Bahn-Großprojekt
Scharfe Schelte für die Deutsche Bahn und die bayerische Landesregierung: Der Interessenverband Pro Bahn bemängelt eine unzureichende Koordination beim Bau des zweiten zentralen Münchner S-Bahn-Tunnels. Anlass für den Unmut ist ein erneuter Verzug bei den Bauarbeiten im Bereich Laim, was mittlerweile auch spürbare Konsequenzen für den Ausbau des städtischen Straßenbahnnetzes (Tram-Westtangente) nach sich zieht.Stillstand in Laim blockiert weitere Bauvorhaben
Der Unmut von Pro Bahn entzündet sich vor allem an der schleppenden Fertigstellung des Laimer Bahnhofs. Obwohl der S-Bahn-Verkehr für Bauarbeiten bereits vorübergehend unterbrochen worden war, lässt die vollständige Freigabe des neuen Bahnsteigs weiter auf sich warten. Die für die letzte Woche anvisierte Aktivierung des zweiten Gleises fand laut dem Verband nicht statt. Es handle sich hierbei bereits um die mindestens dritte gravierende Terminverschiebung in diesem Teilbereich.
Diese anhaltenden Verzögerungen lösen eine Kettenreaktion aus:
- Verkehrsknotenpunkt Laim: Die Arbeiten an der sogenannten Umweltverbundröhre stocken.
- Straßenbahn-Ausbau: Die Realisierung der Tram-Westtangente verschiebt sich dadurch abermals nach hinten.
Personalnotstand bei der Signaltechnik als Bremsschuh
Als Ursache für den aktuellen Stillstand vermutet der Fahrgastverband einen massiven Engpass bei den zuständigen Abnahmeingenieuren für die Signal- und Sicherungstechnik – ein Problem, das den Fortschritt nicht zum ersten Mal ausbremst. Pro Bahn nimmt hierbei die Infrastruktursparte DB InfraGO in die Pflicht: Innerhalb eines halben Jahres soll das Unternehmen ein Konzept vorlegen, wie diesem Fachkräftemangel begegnet werden kann. Um den Druck zu erhöhen, will der Verband die Thematik zudem im Bundesverkehrsministerium und im Parlament platzieren.
Freistaat in der Pflicht: Ruf nach mehr Kontrolle
Gleichzeitig sieht der Verband die bayerische Politik in der Verantwortung. Die Landesregierung müsse ihre Kontrollfunktion bei diesem milliardenschweren Schienenprojekt deutlich aktiver wahrnehmen. Gefordert werden eine offenere Informationspolitik und eine effizientere Steuerung, um eine weitere Spirale aus Zeitverzug und explodierenden Kosten – primär zulasten des kommunalen Tram-Projekts – zu stoppen.
Digitaler Minimalismus im Fokus - Nina Pagett beim 117. Unternehmerstammtisch in Laim
Am 28. Mai 2026 versammelten sich die Mitglieder und Gäste des Unternehmerstammtisches in Laim zu einem Thema, das im Zeitalter der ständigen Erreichbarkeit aktueller denn je ist: „Digital Detox und Digitaler Minimalismus“. Als Referentin durften wir Nina Pagett begrüßen, die das Thema sowohl aus ihrer professionellen Perspektive aus der Ergotherapie als auch durch persönliche Praxiserfahrungen beleuchtete.Die Balance zwischen Verzicht und bewusster Nutzung
Der Vortrag verdeutlichte eindrucksvoll den Unterschied zwischen zwei gängigen Ansätzen:
- Digital Detox: Ein strenger Ansatz, der oft schwer im Alltag umzusetzen ist, aber als radikale „digitale Pause“ kurzfristig sehr effektiv sein kann.
- Digitaler Minimalismus: Ein flexiblerer, wissenschaftlich fundierter Ansatz (u. a. nach Cal Newport), der auf eine nachhaltige digitale Balance abzielt.
Selbstfürsorge als Basis
Ein zentraler Punkt des Abends war die Verknüpfung von Medienkonsum und Selbstfürsorge. Anhand der „8 Säulen der Selbstfürsorge“ (nach A. Hochbahn) wurde aufgezeigt, wie stark unsere digitale Zeit verschiedene Lebensbereiche beeinflusst:
- Körperlich & Emotional: Einfluss auf Schlaf, Bewegung und Stressmanagement.
- Sozial & Arbeitsbezogen: Die Bedeutung von Grenzen, echter Kommunikation und bewussten Pausen zur Abgrenzung.
Dass digitaler Minimalismus keine reine Theorie ist, belegten die vorgestellten Ergebnisse einer durchgeführten Intervention. Durch Methoden wie die Analyse des Medienkonsums und die bewusste Messung der Bildschirmzeit konnten beachtliche Effekte erzielt werden:
- Zeitgewinn: Teilnehmer konnten durchschnittlich 2 bis 3 Stunden pro Woche an Zeit zurückgewinnen.
- Qualitative Zeit: Diese gewonnene Zeit wurde für wertvolle neue Aktivitäten genutzt, wie etwa Qi Gong oder Fahrradfahren ohne Leistungsdruck.
- Nutzungsrückgang: Statistiken zeigten, dass die Nutzung sozialer Netzwerke nach einer initialen Reduktion stabil auf einem deutlich niedrigeren Niveau blieb.
Trotz der positiven Effekte (wie Stressreduktion und innere Ruhe) verschwieg die Referentin nicht die Hürden. Besonders der soziale Erwartungsdruck im Umfeld und der Drang, aktuelle Ereignisse nicht zu verpassen („Informationsbedarf“), stellen Herausforderungen dar.
Nina Pagetts Handlungsempfehlungen für den Alltag:
- Regelmäßige Reflexion: Hinterfragen Sie Ihre digitalen Gewohnheiten konsequent.
- Digitales Ausmisten: Entfernen Sie unnötige Apps von Ihren Geräten.
- Bedürfnisorientierung: Richten Sie die Nutzung Ihrer Endgeräte an Ihren tatsächlichen persönlichen Bedürfnissen aus.
Der Unternehmerstammtisch Laim bedankt sich herzlich bei Nina Pagett für diesen inspirierenden Vortrag und die praxisnahen Einblicke! Und natürlich geht der Dank ans Team vom „Da Wirtshauser“, die uns wieder freundlich und zuvorkommend umsorgt haben.
Fürstenrieder Straße: Erste Abbrucharbeiten an der Brücke über die A 96
Wie bereits seit längerem angekündigt, findet kommende Woche der erste Teil des Abbruchs der Brücke Fürstenrieder Straße über die A 96 statt. Die Stadtwerke München führen den Abbruch und die Erneuerung der Brücke im Zuge des Projekts Tram-Westtangente zusammen mit der Autobahn GmbH des Bundes durch. Der Abbruch ist für die Zeit von 3. Juni, 22 Uhr, bis Montag, 8. Juni, 5 Uhr, vorgesehen. In diesem Zeitraum wird die A96 in Laim komplett gesperrt. Um die Dauer der Sperre so kurz wie möglich zu halten und die Autobahn bis zum Einsetzen des Berufsverkehrs am Montagfrüh wieder freigeben zu können, müssen die Bauarbeiten rund um die Uhr, auch am Feiertag und am Wochenende stattfinden. Die Maßnahme findet in den Ferien statt, um die Einschränkungen für den Pendlerverkehr und das Umfeld so gering wie möglich zu halten. Die Bauaktivitäten sind mit der Planfeststellungsbehörde und der Immissionsschutzbehörde der Landeshauptstadt München ordnungsgemäß abgestimmt.
Vor dem Hintergrund anhaltender und teils lärmintensiver Arbeiten bieten die Stadtwerke München den Betroffenen im Umfeld während der Abbrucharbeiten Hotelübernachtungen an. Die Anwohnerinnen und Anwohner wurden persönlich per Wurfsendung darüber informiert.
Die Stadtwerke München und die Autobahn GmbH des Bundes bitten um Entschuldigung für die zusätzliche Belastung und um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen.
Fragen beantworten SWM Servicekolleginnen und -kollegen per Mail (kundendialog@mvg.de), telefonisch unter 0800 344 22 66 00 (kostenfrei) oder persönlich im MVG Infobüro im Nachbarschaftstreff „Laimer Herz“ in der Fürstenrieder Straße 124 zu folgenden Zeiten:
Freitag, 29.Mai: 15 bis 17 Uhr
Samstag, 30. Mai: 10 bis 12 Uhr
Montag, 1. Juni: 15 bis 18 Uhr
Dienstag, 2. Juni: 16 bis 18 Uhr
Alle Informationen zum Projekt Tram-Westtangente und zum Bauablauf gibt es auf https://westtangente.mvg.de/.
Laim bleibt unter erfahrener Führung: Josef Mögele als BA-Vorsitzender bestätigt
Ein echtes Laimer Urgestein bleibt an der Spitze: In der konstituierenden Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Laim wurde Josef Mögele (SPD) erneut zum Vorsitzenden gewählt. Trotz eines Gegenkandidaten konnte sich der erfahrene Lokalpolitiker mit einer klaren Mehrheit durchsetzen.Damit setzt der BA Laim auch in der neuen Amtsperiode auf Kontinuität: Josef Mögele lenkt die Geschicke des Gremiums nun bereits seit beeindruckenden 42 Jahren und bleibt damit eine feste Größe in der Laimer Kommunalpolitik.
Ein starkes Team zur Seite
Unterstützung erhält der Vorsitzende in der kommenden Zeit durch ein neu formiertes Stellvertreter-Duo:
- Stefanie Stöckle (CSU) wurde in ihrem Amt als stellvertretende Vorsitzende bestätigt und bringt ihre bewährte Erfahrung in die weitere Arbeit ein.
- Dr. Ottmar Funk (CSU), der als neues Mitglied in den Bezirksausschuss einzog, wurde ebenfalls zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er ergänzt das Führungsteam mit frischen Impulsen.
Soziales: Frank Holzkämper, SPD
Bildung und Gesundheit: Alexandra Gassmann, CSU
Kultur: Margit Meier, SPD
Bau und Planung: Wolfram Schendel, CSU
Mobilität: Christian Hartranft, die Grünen
Klima, Umwelt und Baumschutz: Nicola Fritz, die Grünen
Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde wurde die Sitzung zu einem späteren Zeitpunkt unterbrochen. Weitere anstehende Wahlen und personelle Besetzungen für die Ausschüsse werden in der nächsten Sitzung des Gremiums nachgeholt.
Noch gewählt müssen werden:
Für den Vorstand Beisitzer
Benannt müssen noch die Beauftragten werden für:
Kinder und Jugend
Menschen mit Behinderungen
Gleichstellung
Migration/Integration
Rechtsextremismus
Internet
Seniorenresidenz am Westpark: Politik fordert Aufklärung in festgefahrener Lage
Die Situation in der Seniorenresidenz am Westpark (Westendstr. 174) spitzt sich weiter zu – und der Bezirksausschuss (BA) Laim schlägt nun mit einem Dringlichkeitsantrag Alarm. Während die Zahl der dort lebenden Senioren dramatisch gesunken ist, mehren sich die Fragen zur rechtlichen Zulässigkeit der aktuellen Nutzung.Massive Veränderungen im Wohnkomplex
Von den ursprünglich 368 Appartements der Immobilie sind nach aktuellen Erkenntnissen nur noch 42 von Seniorinnen und Senioren belegt. Die übrigen Wohneinheiten werden – laut Angaben des Geschäftsführers im Sozialausschuss des BA vom 15. April 2026 – als Zwischenvermietungen mit dreimonatiger Kündigungsfrist genutzt. Voraussetzung für diese Umnutzung im Rahmen eines Sondervertrags mit der Landeshauptstadt München war eigentlich die dauerhafte Aufrechterhaltung der Betreuungsleistungen für die verbleibenden Bewohner.
Vorwürfe: Vernachlässigung und fehlende Transparenz
Doch die Realität vor Ort scheint dem zu widersprechen: Bewohner berichten von einem sukzessiven Abbau der vertraglich zugesicherten Betreuungsangebote. Zuletzt soll sogar die regelmäßige Essensversorgung weggefallen sein.
Für den BA Laim ist das Maß nun voll. Der nun eingebrachte Dringlichkeitsantrag von SPD und CSU fordert von der Stadtverwaltung eine sofortige Prüfung:
- Rechtliche Prüfung: Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung soll klären, ob für die aktuelle Zwischennutzung überhaupt die notwendigen Genehmigungen vorliegen oder eine Duldung erteilt wurde. Zudem soll offengelegt werden, unter welchen Bedingungen eine solche Genehmigung widerrufen werden könnte.
- Transparenz beim Sozialreferat: Es soll geklärt werden, ab wann das Sozialreferat von der Umnutzung wusste und inwieweit es in den Prozess eingebunden war.
- Schutz der Bewohner: Die Bezirkssozialarbeit ist aufgefordert zu prüfen, ob durch den Wegfall der Leistungen eine konkrete Gefährdungssituation für die verbliebenen, oft hochbetagten Bewohner besteht. Parallel dazu soll aufgezeigt werden, wie die Betreuung der Senioren im Falle eines weiteren Wegfalls von Versorgungsleistungen sichergestellt werden kann.
Bereits Ende letzten Jahres hatte sich die Bürgerversammlung des Stadtbezirks Laim mit der Thematik befasst. Da sich die Lage laut aktueller Presseberichterstattung („Wohn-Wut am Westpark“, Münchner Merkur, 11.05.2026) weiter verschärft hat, sieht der BA Laim nun keinen Spielraum mehr für langes Zuwarten. Das Ziel der Lokalpolitiker ist klar: Alle verfügbaren Möglichkeiten sollen genutzt werden, um die betroffenen Seniorinnen und Senioren bestmöglich zu unterstützen und ihr Wohnumfeld als „Zuhause“ zu bewahren.
Foto: X (Wikimedia Commons)
Queere Comics made in Germany in der Stadtbibliothek Laim
Ausstellung von @sternen.greif, @littledozerbaby und @heikecomicComics sind nicht immer Kindersache: Auch erwachsene Themen lassen sich in ihnen spannend und emotional erleben.
In dieser Ausstellung werden die Werke dreier queerer Kunstschaffenden aus Nürnberg gezeigt. Zu sehen gibt es eine Palette verschiedener Comicstile, in denen von alltäglichen Beobachtungen bis hin zu fantastischen Wesen erzählt wird, mal bunt, mal düster, mal skizzenhaft.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Pride Weeks statt.
Unfall in Laim: Jubiläums-Tram nach Zusammenstoß vorerst nicht im Einsatz
Traurige Nachrichten für alle Tram-Fans und Freunde der Münchner Verkehrsgeschichte: Ein Verkehrsunfall in unserem Stadtteil hat den geplanten Einsatz der „Münchentram“ – jenes speziell gestalteten Jubiläumszugs zum 150-jährigen Bestehen der Münchner Straßenbahn – kurzfristig ausgebremst.Wie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mitteilte, wurde der Jubiläumszug am Mittwoch, den 20. Mai, bei einem Zusammenstoß mit einem Kleinlaster in Laim beschädigt. Der eigens für das Jubiläumsjahr aufwendig beklebte und erst kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellte Zug kann aufgrund der entstandenen Schäden vorerst nicht auf die Strecke gehen.
Jubiläumsfahrten starten dennoch
Eigentlich sollte die „Münchentram“ ab dem kommenden Wochenende (23./24. Mai) wieder ihre Runden durch die Münchner Innenstadt drehen und Fahrgäste auf eine nostalgische Reise durch die Epochen der Tram-Geschichte mitnehmen. Trotz des Unfalls müssen sich Interessierte nicht gänzlich gedulden: Die MVG hat reagiert und einen anderen Zug als Ersatz für die geplanten Jubiläumsfahrten bereitgestellt, sodass das Programm wie angekündigt stattfinden kann.
Für die Laimerinnen und Laimer, die das Jubiläumsjahr der Tram ohnehin schon durch die Baumaßnahmen der neuen Tram-Westtangente intensiv im Alltag erleben, ist dies ein bedauerlicher Zwischenfall. Wir hoffen, dass der Jubiläumszug nach einer schnellen Reparatur bald wieder in seinem vollen Glanz durch unsere Straßen fahren kann.
Bauarbeiten bremsen S-Bahn-Verkehr in München aus
Umfangreiche Bauarbeiten der Deutschen Bahn führen im Mai 2026 zu massiven Einschränkungen im Münchner S-Bahn-Netz. Fahrgäste und Pendler müssen sich in den Pfingstferien auf Streckensperrungen, Zugausfälle und längere Fahrzeiten einstellen.Die zentrale Stammstrecke ist vom Freitag, 22. Mai um 22.40 Uhr, bis Donnerstag, 28. Mai 2026 um 4.40 Uhr betroffen. Wegen Bahnsteigarbeiten in Laim fahren in diesem Zeitraum keine S-Bahnen zwischen den Stationen Pasing und Donnersbergerbrücke beziehungsweise Hackerbrücke. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen ist für die Reisenden eingerichtet.
Die Sperrung beeinträchtigt laut Mitteilungen auf radio-oberland.de und muenchen.t-online.de auch die Flughafenlinien S1 und S8. Beide Linien bedienen derzeit nicht die vollständige Route, weshalb die Deutsche Bahn Fahrgästen rät, sich vorab per App oder Internet zu informieren.
Zusätzlich kommt es auf der Linie S2 aufgrund von Gleiserneuerungen zwischen München-Berg am Laim und Markt Schwaben zu erheblichen Behinderungen. Diese Baumaßnahme erstreckt sich vom 1. Mai bis zum 15. Juni 2026 und betrifft neben der S-Bahn auch Züge der Südostbayernbahn.
Die Züge aus Richtung Petershausen und Altomünster enden vorzeitig am Ostbahnhof oder in Riem. Fahrgäste aus Erding müssen in Berg am Laim in den Schienenersatzverkehr umsteigen. Die Ersatzhaltestelle in Riem wird dabei an die MVG-Haltestelle „Graf-Lehndorff-Straße“ verlegt.
Zum Gedenken an Carl v. Ossietzky
Mit Nelken geschmückt hat die SPD Laim am 4. Mai, seinem Todestag, sein Straßenschild an der Einmündung zur Agnes-Bernauer-Straße.Als Journalist und Herausgeber der „Weltbühne“ hatte Carl v. Ossietzky öfter über illegale Zustände und die Fememorde in der Weimarer Republik berichtet, weswegen er mehrmals vor Gericht kam.
1931 wurde er wegen Geheimnisverrats verurteilt, weil er u.a. mit dem Artikel „Windiges aus der Luftfahrt“ auf die im Vertrag von Versailles verbotene Aufrüstung der Reichswehr mit schweren Waffen aufmerksam gemacht hatte. Doch jeder, der sich ein bisschen auskannte, wusste, dass dafür Piloten ausgebildet wurden. Kurz nach seiner Entlassung kamen die Nazis an die Macht und Ossietzky wurde in sog. „Schutzhaft“ genommen. Als prominenter politischer Häftling war er auch im KZ Esterwegen häufig Opfer nationalsozialistischer Willkür und Misshandlungen ausgesetzt.
1936 erhielt er, schwer erkrankt, in einer internationalen Hilfskampagne den Friedensnobelpreis, doch die Entgegennahme war ihm untersagt worden.
Weil in diesem Jahr die Olympischen Spiele anstanden und deshalb die ganze Welt auf Berlin schauen würde, kam er in ein Berliner Polizeikrankenhaus. Unter Bewachung starb er dort zwei Jahre später am 04. Mai 1938 mit 48 Jahren.
Seit 1991 trägt die Universität Oldenburg seinen Namen.
Foto/Text: Werner Brandl
U5-Baustelle Laim: An der Gotthardstraße ist fertig gedeckelt
Das Baureferat (Ingenieurbau) hat an der Gotthardstraße bei der Verlängerung der U-Bahn-Linie U5 nach Pasing ein wichtiges Etappenziel erreicht: Dort ist „fertig gedeckelt“. In den vergangenen Wochen erfolgte die Betonnage der letzten von insgesamt 88 Deckelabschnitte bis zur Willidbaldstraße im westlichen Bereich der rund einen Kilometer langen Strecke zwischen Laimer Platz und Willibaldstraße (Baulos 1). Westlich der Willibaldstraße werden die Deckel nach dem Rückbau der Zufahrtsrampe zum Tunnel fertiggestellt.Mit dem Abschluss aller Deckelbetonnagen kann das Baureferat nun oberirdisch den Straßenraum wiederherstellen. Die Fahrbahn wird wie im östlichen Bereich zwischen Willibaldstraße und Geyerspergerstraße wieder in Mittellage zurückverlegt, um viel Platz für Geh- und Radwege zu schaffen. An der Oberfläche sind nun die lärmintensiven Arbeiten für den Tunnelrohbau weitgehend abgeschlossen. Unterirdisch können die Arbeiten für den Aushub beginnen. Der Erdaushub für den Tunnel im westlichen Bereich der Gotthardstraße ist schon weit fortgeschritten, so dass dort bereits abschnittweise an der Tunnelsohle gebaut wird.
Die Arbeiten an der U5-Verlängerung schreiten nicht nur an der Gotthardstraße sichtbar voran. In Pasing und Am Knie laufen unter anderem die Bohrpfahlarbeiten für die U-Bahnhöfe. Erst wenn die Bahnhofsbauwerke im Rohbau fertig sind, kann die rund 80 Meter lange Tunnelbohrmaschine ihre Fahrt aufnehmen – vom Startschacht westlich der Willibaldstraße aus. Für die geplante Weiterverlängerung der U5 von Pasing nach Freiham laufen seit Mai 2024 die Rohbauarbeiten für den Endbahnhof Freiham-Zentrum. Dieser wird als Vorhaltemaßnahme errichtet, um größere Eingriffe in die spätere Bebauung und damit verlorenen Bauaufwand und höhere Baukosten zu vermeiden.
Alle Informationen rund um die U5-Verlängerung und den Münchner U-Bahn-Bau gibt es unter www.ubahnbau-muenchen.de. Interessierte können sich außerdem im U5 Infocenter in der Willibaldstraße 70 umfassend informieren; im frei zugänglichen „U5-Tunnel-Walk“ auf diversen Outdoor-Schautafeln sogar rund um die Uhr. Immer mittwochs (außer an Feier- tagen) von 15 bis 19 Uhr stehen im Infocenter außerdem Expert*innen aus dem U-Bahn-Bau für Fragen und Bürger*innen-Anliegen zum Projekt zur Verfügung.
Foto: Baureferat
Bühne frei in Laim: Wenn der bayerische Kasperl die Landeshauptstadt erobert
Vergessen Sie alles, was Sie über dröges Puppentheater zu wissen glaubten. Wer meint, der Kasperl sei lediglich ein Zeitvertreib für die ganz Kleinen, der hat die Rechnung ohne das Chiemsee-Kasperltheater gemacht. Hier verschmelzen Tradition und moderne Spielfreude zu einem Erlebnis, welches Generationen verbindet. In den Vorstellungen wird nicht nur verhalten gekichert – hier wird lautstark gelacht, aus vollem Hals mitgefiebert und die Bühne so leidenschaftlich unterstützt, dass selbst die Erwachsenen in der letzten Reihe ihre Contenance (gerne) verlieren.Ein bayerisches Original mit UNESCO-Siegel
Was ist das Geheimnis hinter diesem Erfolg? Es ist die Mischung aus authentischem bayerischem Dialekt, messerscharfen, frechen Dialogen und Handlungen, die konsequent auf „Schema F“ verzichten. Kopf und Herz des Ganzen ist der Autor und Puppenspieler Stephan Mikat. Er hat es geschafft, die Kultfigur Kasperl behutsam in die heutige Zeit zu transportieren. Dabei bleibt der Kasperl zwar modern, verliert aber keineswegs seine legendäre „Watschn-Kompetenz“, wenn es darum geht, den Bösewichten spielerisch das Handwerk zu legen.
Dass dieses Konzept weit über die Grenzen des Chiemgaus hinaus geschätzt wird, beweist eine ganz besondere Ehre: Das Ensemble ist das einzige bayerische Kasperltheater, das im offiziellen bundesweiten UNESCO-Verzeichnis unter der Kategorie „Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“ gelistet ist. Ein Prädikat, das für Qualität und kulturelle Tiefe steht.
Die Termine in Laim: Zweimal Kasperl-Gaudi pur
Gleich drei Gelegenheiten bieten sich im Frühsommer, das Spektakel live in München zu erleben. Markieren Sie sich folgende Sonntage fett im Kalender:
17. Mai, 11:00 Uhr | INTERIM Bürgertreff Laim (Am Laimer Anger 2):
Den Auftakt macht das Abenteuer „Kasperl & das Räuberfangdings“. Ein Muss für alle Nachwuchs-Detektive.
14. Juni, 11:00 Uhr | INTERIM Bürgertreff Laim (Am Laimer Anger 2):
Zum Abschluss kehrt das Ensemble nach Laim zurück, um mit „Kasperl & der Blumenstrauß“ noch einmal für strahlende Gesichter zu sorgen.
Wichtige Informationen für Besucher
Damit der Ausflug für die ganze Familie entspannt bleibt, sind die Geschichten auf eine kindgerechte Dauer von etwa 45 Minuten angelegt. Eltern können zudem beruhigt sein: Alle Stücke sind vollkommen gewaltfrei konzipiert, sodass auch die jüngsten Zuschauer ab ca. 3 Jahren ihren Spaß haben.
Tickets & Preise:
Vorverkauf: 10 Euro (bequem online unter www.chiemsee-kasperl.de)
Tageskasse: 13 Euro pro Person (Einheitspreis ohne weitere Ermäßigungen)
Wer neugierig auf weitere Spieltermine im Münchner Umland ist, findet auf der Website eine vollständige Übersicht aller Gastspiele. Packen Sie die Familie ein und erleben Sie bayerisches Volkstheater in seiner charmantesten Form!
Übrigens: Wer die Termine in Laim nicht wahrnehmen kann, hat noch eine Chance in Waldperlach. Dort spielt das Chiemsee-Kasperltheater am 07. Juni, 11:00 Uhr im Wirtshaus Leiberheim, Waldperlach am Nixenweg 9. Dort wird dann „Kasperl & die rote Nase“ gegeben.
Foto: Chiemsee-Kasperltheater
Ein Fest der Gemeinschaft auf dem Laimer Anger - Tradition und Herzblut trotzen den Baustellen
Wenn der 1. Mai auf den Laimer Anger gefeiert wird, dann verwandelt sich das Herz unseres Stadtviertels in einen Ort der Begegnung. Auch im Jahr 2026 luden die Laimer Maibaumfreunde wieder zum traditionellen Maifest ein – und trotz einiger besonderer Herausforderungen wurde es ein Tag, der den Zusammenhalt in Laim eindrucksvoll unter Beweis stellte.Ehrenamt als tragende Säule
Was die Besucher zwischen 11:00 und 18:00 Uhr als perfekt organisiertes Fest erlebten, ist das Ergebnis monatelanger Vorbereitung und unermüdlichen ehrenamtlichen Engagements. Die Mitglieder der Laimer Maibaumfreunde sowie die vielen freiwilligen Helfer leisteten bereits in den Tagen zuvor und am Festtag selbst Enormes. Ob beim kräftezehrenden Auf- und Abbau, der Koordination des Programms oder der Bewirtung der Gäste – ohne diesen unentgeltlichen Einsatz für die Brauchtumspflege wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung im Stadtviertel schlichtweg nicht möglich. Dieses bewundernswerte Engagement ist das Fundament, auf dem das gesellschaftliche Leben in Laim ruht.
Ein Fest ohne Maibaum – Die Vernunft siegte über die Tradition
Viele Gäste bemerkten es sofort: Die Vertikale fehlte in diesem Jahr. Dass kein Maibaum aufgestellt werden konnte, war eine schwere, aber unumgängliche Entscheidung der Vereinsführung. Laim befindet sich derzeit im Griff massiver Infrastrukturprojekte. Durch die Großbaustellen der Tram-Westtangente, die weitreichenden Arbeiten für den U-Bahn-Bau und zahlreicher weiterer Baustellen ist die verkehrliche Situation im Viertel extrem angespannt.
Ein Transport des langen Maibaums zum Laimer Anger wäre durch die engen Gassen und gesperrten Trassen faktisch unmöglich gewesen. Die Kosten für einen notwendigen Spezialtransport, der diese Hindernisse hätte umfahren müssen, wären astronomisch hoch gewesen und hätten das Budget des Vereins bei weitem gesprengt. Die Maibaumfreunde bewiesen jedoch, dass die Stimmung nicht an einem Baum hängt: Gefeiert wurde trotzdem – und zwar mit umso mehr Begeisterung. Dennoch betrachten die Maibaumfeunde die Situation mit einem weinenden Auge, denn der Maibaum lag (und liegt) bereits bereits an einem nicht näher zu nennenden Ort - bleibt zu hoffen, dass es im nächsten Jahr klappt.
Programm und Kulinarik: Ein bunter Strauß Laimer Lebensfreude
Nach dem traditionellen Gottesdienst in St. Ulrich startete ab 11:00 Uhr der gemütliche Biergartenbetrieb. Bei Steckerlfisch, Bratwürsten sowie Kaffee und Kuchen genossen die Laimer die zünftige Musik des Unterhaltungsduos „Die Münchner Spitzbuam“. Und auch das Bühnenprogramm spiegelte die kulturelle Vielfalt des Viertels wider, besonders hervorzuheben sind die "Riesengebirge-Volkstanzgruppe", die wieder traditionelle Tänze aus der ehemaligen Heimat zeigte und der Faschingsclub Laim e.V., der auch außerhalb der Saison schwungvolle Energie auf den Anger brachte.
Dank an Unterstützer und Ausblick
Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt dem Bezirksausschuss BA25 Laim sowie den zahlreichen Sponsoren aus der örtlichen Geschäftswelt. Ihre finanzielle Unterstützung und die Treue der Bürger machen es möglich, dass der „Maitanz am Laimer Anger“ trotz widriger Umstände ein fester Ankerpunkt im Kalender bleibt.
Die Laimer Maibaumfreunde haben gezeigt: Auch wenn Baustellen den Weg versperren und der Maibaum fehlt – das Herz von Laim schlägt im Takt der Gemeinschaft. Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr!
Fährtenlesen statt Floskeln: Torsten Grigull beim 116. Unternehmerstammtisch in Laim
„Zurück zur Natur“. Was in esoterischen Kreisen seit Jahrzehnten mehr oder weniger sinnvoll propagiert wird, war bislang im Business-Umfeld eher selten anzutreffen. Coaching von Entscheidern und Führungskräften sowie Team-Building-Maßnahmen fanden und finden vor allem in klinisch sauberen Konferenzräumen vor Beamer-Leinwänden und Pinboards statt. Torsten Grigull von der TeamCoachAkademie war unser Gast beim 116. Unternehmerstammtisch – und der verfolgt einen ganz anderen Ansatz, bei dem die Natur (wieder) eine zentrale Rolle spielt.Am 30. April versammelten sich wieder zahlreiche Unternehmer in der urigen Atmosphäre beim „Da Wirtshauser“, um einen Impulsvortrag zu erleben, der etwas außerhalb des gewohnten Rahmens des Business-Alltags war. Unter dem Titel „Führung heißt Fährtenlesen“ entführte uns Torsten Grigull in eine Welt, die uns eigentlich so nah ist und die wir doch oft im Neonlicht unserer Büros vergessen: Die Wildnis als den ehrlichsten Spiegel für unternehmerisches Handeln.
Die Wildnis als Lehrmeister
Torsten Grigull, selbst erfahrener IT-Unternehmer und leidenschaftlicher Jäger, machte schnell deutlich, warum der Wald ein besserer Ratgeber sein kann als jeder klimatisierte Meetingraum. Denn die Gattung Mensch ist nicht „außerhalb“ der Natur, wir sehen nicht in ein Terrarium – wir sind Teil der Natur, wir sind Natur. Die Rückbesinnung darauf ist integraler Bestandteil der Coachings von Torsten Grigull. In der Natur zählen keine politischen Spielchen oder hohlen „Corporate Speak“-Phrasen; dort zählen Präsenz, Instinkt und absolute Klarheit.
Drei Kernbotschaften für den Business-Alltag
Im Zentrum seines Vortrags standen drei Prinzipien, die bei den Teilnehmern für sichtbare Aha-Momente sorgten:
- Das Platzhirsch-Prinzip: Wahre Stärke hat nichts mit Ellenbogenmentalität zu tun. Grigull verdeutlichte, dass ein „Platzhirsch“ im natürlichen Sinne Verantwortung für sein Revier übernimmt und strategisch agiert, statt Energie in unnötigen Kleinkriegen zu verschwenden.
- Der natürliche Jagdinstinkt: Fokus, Geduld und Effizienz sind die Währungen des Waldes. Wer diese Instinkte wiederentdeckt, kann sie gezielt auf sein Unternehmen übertragen, um Chancen nicht nur zu sehen, sondern sie auch im richtigen Moment zu nutzen.
- Vom Gehetzten zum Souverän: Viele Unternehmer fühlen sich im Hamsterrad wie das gehetzte Wild. Grigull zeigte Wege auf, wie man durch die Verbindung zur Natur die eigene Souveränität zurückgewinnt und das tägliche „Ringen“ im Business meistert, ohne auszubrennen.
Der 116. Unternehmerstammtisch war mehr als nur ein Netzwerktreffen. Es war eine Einladung, die eigene Führungskultur zu hinterfragen und die „verschütteten Instinkte“ wieder zum Leben zu erwecken. In der anschließenden Diskussionsrunde bei bayerischer Gastlichkeit wurde deutlich: Der Wunsch nach mehr Authentizität und Erdung im Business ist groß.
Wer vorab schon einmal prüfen möchte, wie es um seine eigene Führungssouveränität bestellt ist, kann auf der Website der TeamCoachAkademie das „Platzhirsch-Quiz“ machen.
Wir bedanken uns bei Torsten Grigull für diesen inspirierenden Abend und freuen uns darauf, die eine oder andere „Fährte“ im eigenen Unternehmeralltag aufzunehmen. Darüber hinaus geht unser Dank an das Team vom „Da Wirtshauser“, die uns in ihrer Almhüttn wieder ganz hervorragend betreut und zuvorkommend versorgt haben – und dieses Mal passte die Umgebung ganz besonders gut zum Stammtischthema.
Der 117. Unternehmerstammtisch findet am 28. Mai statt. Markiert euch das Datum fett im Kalender! Die Einladungen mit allen Details landen wie gewohnt rechtzeitig in eurem Postfach.










