Lokalnachrichten aus München-Laim und Umgebung
Nadelöhr Gotthardstraße: Halteverbot kommt
Über Jahre war es kein Problem, auf der Gotthardstraße westlich der Fürstenrieder Straße zügig voranzukommen. Stadtein- wie stadtauswärts. Doch seit etwa einem Jahr wird ab Einfahrt Agricolastraße - also etwa dort, wo sich die vierspurige Straßenführung auf zwei Spuren verjüngt - bis hin zur Willibaldstraße auch die Fahrspur stadteinwärts vermehrt als Parkstreifen genutzt. Sehr zum Leidwesen von Pendlern und Busfahrern, die immer wieder dem Gegenverkehr in Lücken oder Straßeneinfahrten ausweichen müssen. Gerade jetzt, wo die Straße zusätzlich durch Schneemassen verengt ist, eine nicht ungefährliche Situation.Dass die Straße an dieser Stelle zugeparkt wird ist zunächst einmal nicht illegal - es gibt an keiner Stelle ein Park- oder sogar ein Halteverbot. Viele der Anwohner begrüßen sogar den durch die Parksituation ausgebremsten Durchgangsverkehr, zu oft haben weniger umsichtige Verkehrsteilnehmer diesen Straßenverlauf als Rennstrecke missbraucht und sich nicht an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit gehalten. Eine Überquerung der Gotthardstraße zwischen Agricola- und Willibaldstraße war zu Stoßzeiten insbesondere für ältere Menschen oder Mütter mit Kindern kaum noch möglich - zu rücksichtslos waren einige Autofahrer unterwegs.
Nun hat sich ein Laimer Bürger auf der monatlichen BA-Sitzung zu Wort gemeldet und fordert auf dem Streckenabschnitt stadteinwärts ein Halteverbot. Der Bezirksausschuss schätzt die Lage mehrheitlich nicht so dramatisch ein wie geschildert, dennoch soll die Münchner Verkehrsgesellschaft nach ihrer Einschätzung der Verkehrssituation befragt werden. Denn alle 5 Minuten muss sich ein Bus durch das Nadelöhr quälen.
Unsere Einschätzung: Busse und insbesondere Gelenkbusse oder Busse mit Anhängern haben erhebliche Probleme, den Streckenabschnitt zu befahren und müssen immer wieder ausweichen oder anhalten - was sich natürlich negativ auf den Fahrplan auswirkt. Auf der verbleibenden Straßenbreite ist jedoch genügend Platz, dass zwei PKW bequem aneinander vorbeifahren können. Das setzt natürlich voraus, dass sich die Verkehrsteilnehmer/innen nicht auf der Straßenmitte vorwärtsbewegen und schlichtweg rücksichtsvoll am Verkehr teilnehmen. Dann braucht es keine neuen Verkehrsschilder - und alle kommen entspannt von A nach B.
Update: Das KVR will an der Südseite der Gotthardstraße zwischen Agricola- und Willibaldstraße ein absolutes Halteverbot einrichten - um einen störungsfreien Linienbusverkehr zu ermöglichen. Der Laimer BA sieht das inzwischen auch so und hat zugestimmnt.
Eingetragen am 13.02.2019
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